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Das Morgenland · 1842-07-01 · 7 (7.1842) · p. Seite 205

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Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
7 (7.1842)
Date
1842-07-01
Page
Seite 205 (sequence 13)
Language
German
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Der Samum. 205 ger, als ein Mensch den Athem an sich halten kann. Heißere oder kühlere Stöße wechseln ab. Bei den erster» verspürt man verdoppelte Hitze und Heftigkeit, den Unterschied der heißen und kühlen Stöße fand einer der genauesten Beobachter *1 7 bis 10 Grade und den höchsten Grad 63 Grad Reaumur, indcß ohne den Samjeli die Temperatur in der Sonne stets 43 bis 47 Grad war. Wenn dieser Wind weht, so nimmt die Atmosphäre einen gelblichen, in das Graue fallenden Schein an, und die Sonne erscheint dnnkelroth. Sein Geruch ist fanlicht und schwefelicht; der Dunst dicht und schwer, und wenn die Glut desselben zunimmt, so ist man nahe am Ersticken. Dieser Wind erregt einen sehr starken Schweiß, der zum Theil von der Beklemmung hcrrührt, die man fühlt, und von der Schwierigkeit des Athem, holens wegen seines starken saulichten Geruchs. Um die Natur dieses WindeS besser zu beobachten, öffnete ich — schreibt der genannte Reisende — ein wenig den Mund, um ihn einzuathmen: der Gaumen und der Schlund waren augenblicklich vertrocknet. Dasselbe geschah, aber langsamer, als ich ihn durch die Nase einzog. Um sich dagegen zu verwahren, und das Athmcn freier zu erhalten, umhüllt man das Gesicht mit einem Tuche, Ke« sieh genannt, welches die Araber auf dem Kopfe tragen. Dadurch verliert er zum Theil seine schädliche Einwirkung, und da überdieß der Athem die Feuchtigkeit der Luft unterhält, und das Athemholen dadurch erleichtert wird, so verhindert dieses das plötzliche Eindringen der glühenden Luft in den Mund und in die Lunge. Auch pflegen die Araber, wenn sie schlafen wollen, sei *) Der Gras W. St. Riewuski in einem Briefe aus Hhaled vom 20. August 181» in den ..Fundgruben des Orients". Bd. IV. S. Z»a ff.

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