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Das Morgenland · 1842-06-01 · 6 (6.1842) · p. Seite 192

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
6 (6.1842)
Date
1842-06-01
Page
Seite 192 (sequence 32)
Language
German
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Zuge au* dem Orient. IM Hassan und einigen Knechten auf, in der Hoffnung, in welcher uns die vermeintlichen Spuren eines mit europäischen Schuhen bekleideten Fußes im Sande bestärkten, daß wir den sehnlich Vermißten auf der Karavanenstraße nach Suez, vielleicht hinter einem der nächsten Hügel die Sorgen der Nacht verschlafend oder auf uns wartend, finden würden. Nach einiger Zeit kamen jene Reisegefährten, welche zu Fuße die Gegend durchstreift hatten, zur Karavane zurück; sie glaubten öfter, besonders gegen Rordosten hin, Fußtritte von europäischen Schuhen bemerkt ztl haben, diese waren aber auf dem fester» Kies verschwunden; die Beduinen hatten mir ihren Falkenaugen von jeder Anhöhe aus die Gegend durchspäht, ihn aber, den man suchte, hat keiner gesehen. Doch blieb noch die gewünschte Hoffnung: daß er nach Suez voraus sei, oder daß ihn der Dragoman mit sich bringen werde, welcher den ganzen Tag zu seinen Nachforschungen anzuwenden bereit war. Für mich war dieß nach außen ein Tag des Schweigens, während daS Gespräch im Innersten der Seele so laut, so anhaltend, so innig war, wie nur an wenig andern Tagen meines Lebens. Eim'gemale athmeten sich die inner« Bewegungen in ein Lied von passendem Inhalte auS, und ich habe auch damals empfunden, welche stärkende Kraft in Gesängen dieser Art für Seele und Leib, liege. — UnS, die wir heute wohl Alle mehr an einen Andern alS an unser selber dachten, erschien es mit Recht als rin großes Glück, daß der Tag so ungewöhnlich frisch und kühl war. Am Morgen vor Sonnenaufgang war der Thermometerstand nicht einmal voll zwei Grad Reaumur über dem Gefrierpunkt gewesen; selbst in den Mittags- und Rachmiltagsstunden wehrte der Ostwind so kühl, daß ich meinen Mantel erleiden konnte. lTchlut folgt.)

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