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Das Morgenland · 1842-04-01 · 4 (4.1842) · p. Seite 122

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Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
4 (4.1842)
Date
1842-04-01
Page
Seite 122 (sequence 26)
Language
German
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El-kvsch. III nicht ohne Gefahr. Umher Hausen die wilden Horden der kurdischen Räuber, die sie in ihren Zellen leicht, ohne daihr Hülfsgeschrei nur gehört wird, ermorden können. Rur ihre Armuth schützt sie. Die meisten sterben hier jung, da sie den herrschenden Fiebern sehr unterworfen sind. Die Menge der vielen, ja untähligen Grotten größerer und kleinerer Art, die in jenem wilden Felsamphitheater überall sich zeigen, setzten den englischen Reisenden, der hier auch noch den folgenden Tag verweilte, in Erstaunen. Es wurden beim Aufräumen der Schuttmaffen und eingestürzten Mauern zu den alten immer noch neue hinzu gefunden, in allen Tiefen und Höhen. Viele schienen durch Erdbeben ringebrochen, viele nicht natürlich, sondern durch Menschenhand gemacht zu sein, doch der größte Theil der Natur sein Dasein zu verdanken. Ihre Ausdehnung ist meistentheils nur gering, eine kleine Kammer mit einer kleinen Oeffnung zum Eingang, oder höchstens mit zweien zu Thür und Fenster. Im Innern sind sie so zugerichtet, als hätten sie einst zu Todtenstätten gedient. Dieß führte den Reisenden auf den Gedanken, das ganze große Felsamphitheater mit seinen Höhlen und Grüften habe dereinst den altm Persern wohl zu einem Dakmeh oder einer großen Begrib« nißstätte gedient. *) Ueber die Gründung dieses Klosters sind verschiedene Legenden vorhanden. Der Abt nannte einen Tomarsa, Patriarchen von Seleucia, als den Stifter, welcher der vierte Pattiarch gewesen sein soll, ehe hiese Ehri« strn zu Restorianern wurden. Allerdings ist ein Tamuza, Erzbischof von Ctesiphon, auch sonst aus den *) Vielleicht sind diedie Grabe-kammern in denen die begüterten Bewohner des alte« Ninive ihr« Tobten, die Großen und Kelten d«s assyrischen Reich«« beisetzten.

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