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Das Morgenland · 1842-02-01 · 2 (2.1842) · p. Seite 64

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
5 (1842)
Issue
2 (2.1842)
Date
1842-02-01
Page
Seite 64 (sequence 32)
Language
German
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64 Die 'BölferUfrl l Mose \. wir nicht jene Schöpfungszeiten zu erforschen suchen, in welchen der Geist Gottes über die Erdoberfläche und ihre Bewohner schwebte. Denn jede Schöpfung ist für den Menschen in undurchdringliches Dunkel gehüllt. Aber wenn sich der Schleier vor^ unfern Augen hebt, so entdecken wir beim ersten Blick auf daS Menschengeschlecht so wunderbare Verschiedenheiten unter den Rationen, daß wir uns fragen, was denn aus der Einheit des Geschlechts für unS geworden sei, und zweifeln, ob sie jemals bestanden habe. Wie, die Reger und Mongolen sollten Brüder der Weißen sein, und die blutdürstigen Bojesmannen, die stumpfsinnigen Australier sollten den nämlichen Vater wie der sanfte, friedliche Deutsche und der geistreiche Franzose gehabt haben? Und doch ist es so; während Gott thätig war, war es auch die Sünde, und das Gift, welches in die Wurzeln des Baumes der Menschheit gedrungen war, verbreitete sich mit dem Safte in alle neue Aeste, verderbte alle Früchte. Ohne die Sünde würden die Völker, verschieden und zugleich sich ähnlich, eine gemeinschaftliche Sprache in mehreren Mundarten gesprochen und in Seele und Leib das Ebenbild deS nämlichen Gottes dargestellt haben. Ohne die Sünde hätte das Menschengeschlecht nie so scheußliche Menschen wie den Reger Afrika's und Australien's, den Hottentotten, den Pescheräh, den Botöcudos, den Samojeden unter seinen Mitgliedern gezählt.» Z.

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