Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 12 (12.1841)
- Date
- 1841-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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378 Der Berg Sinui. andern Tag erhalten die, welche darum bitten, Brot vom Kloster; jeder Mann fünf kleine Brote, etwa wie eine Faust groß, und sehr grob, die Frauen etwas weniger , und Kinder ein oder zwei Brote. Natürlich können nur diejenigen regelmäßig darnach kommen, die ganz nahe wohnen. Die Jünglinge und Männer im Mittlern Alter sahen wohl und handfest aus; aber eS kamen zu Zeiten Alte, Kranke und Kinder nach dem Kloster, die das Abbild des Hungers und der Verzweiflung waren. Diese elenden Leute, beinahe nackt, oder blos halb mit Lumpen bedeckt, sollen sich großentheils von Gras und Kräutern nähren; und da diese bei der Dürre mangelten, so waren sie völlige Gerippe geworden. Andere Abtheilungen oder Claffen dieser Gehörigen sind in den Gärten vertheilt, die das Kloster noch besitzt, oder früher in verschiedenen Gegenden der Halbinsel besessen hat. So haben sich die Tebna in den Dattelgärten von Feiran, die Bezia in den Klostergärten zu Tur, und die Sattla in andern Gegenden niedergelassen. Auf unsere Frage nach der Zahl dieser Gehörigen antwortete der Prior, daß er sie nicht angeben könne; er wolle uns aber den Ueberschlag mittheilen, den er vor sieben Jahren gemacht, als er Gelegenheit hatte, sie alle zusammen zu sehen. Damals machte Sheikh Sali von den Kurraschi, der Hauptsheikh der Tawarah, der sich immer gegen das Kloster unfreundlich gezeigt hat, auf alle Djebelijeh, als seine Leibeigenen, Ansprüche, und fing an, seine Forderungen mit Gewalt durchzusetzen. Sie waren alle darüber sehr erschrocken, und flohen nach einem Sammelplatz im Gebirge von et»Tih, fünf Tagereisen weit. Der Prior ging mit einem andern Mönche selbst dahin, sie zur Rückkehr einzuladen, aber sie wollten nicht ohne eine Sicherheit gegen fernere