Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 12 (12.1841)
- Date
- 1841-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Berg Sinai. :r«7 gar sehr verschiedene Dinge; und während der erster« so bestimmt und genau ist, daß auf unserer ganze» Reise die Bibel uns zum besten Wegweiser diente, erschien uns die letztere nicht nur gewöhnlich, sondern fast regelmäßig als ein grundloses Machwerk. In dem vorliegenden Falle ist nicht der geringste Grund vorhanden, anzunehmen, daß Mose irgend etwas mit dem Gipfel zu thun gehabt habe, der jetzt seinen Namen trägt. Er ist anderthalb Stunden weit von der Ebene, auf der die Israeliten gestanden haben müssen, und durch die dazwischen lie, genden Spitzen des neuern Horeb gedeckt. Kein Theil der Ebene ist vom Gipfel aus zu sehe», noch auch der Boden der angränzenden Lhäler, noch gibt es irgend einen Platz da herum, wo das Volk sich hätte versammeln können. Die Aussicht von der Bergspitze des Sinai (Djebel Musa) wird, wie schon Rüppell bemerkt, im Osten, Süden und Westen durch höhere Gebirge beschränkt; nur nach Norden übersieht man eine ausgedehnte Landschaft. Weder daS Kloster, woher wir gekommen, noch das Kloster el-Erbain, die beide iu den tiefen Thälern unten liegen, waren sichtbar. Unsere fehlgeschlagenen Hoffnungen ganz zu vollenden, zeigte der alte Aid, der Hauptsührer, der besonders deshalb gewählt worden war, um uns die Namen der Berge und Gegenstände in der Umgegend zu nennen, daß er sehr wenig davon wußte, und oft nur aufs Gerathewohl hin antwortete. Kurz, unser Besuch der Spitze deS Djebel Musa war mir eine der am wenigsten genügenden Begebenheiten während unsers ganzen Aufenthalts am Sinai". (Ehe unsere Reisende» nach dem Wady el-Ledja, wo sie im Kloster el-Erbain übernachte» wollten, herunter, stiegen, besuchten sie »och den Horeb selbst, welcher mit dem Sinai oder Djebel Musa in der Art zusammen-