Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 12 (12.1841)
- Date
- 1841-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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354 Oer Berg Sinai. A wenigstens 1000 Fuß über den, Thal. DaS Kloster ist ein unregelmäßiges Viereck, 245 französische Fuß lang und 204 breit, von hohen Mauern aus Granitblöcken eingeschloffen, woran hier kein Mangel ist, und an verschiedenen Stellen durch kleine Thürme befestigt. In einigen von diesen stehen kleine Kanonen. Ein Theil der östlichen Mauer drohte jetzt den Einsturz, und die Arbeiter machten schon die Materialien zurecht, sie wieder aufzubauen. Ein andrer Theil war mit großer Festigkeit von den Franzosen bei ihrem Aufenthalt in Aegypten wieder aufgebaut worden. General Kleber hatte dazu Arbeiter von Kairo geschickt, und dem zu Folge haben die Mönche noch immer eine besondere Dankbarkeit gegen diese Nation. Der eingeschloffene Raum innerhalb der Mauern wird durch verschiedene Reihen von Gebäuden, die in allen Richtungen gehn, in eine Anzahl kleiner Höfe getheilt, die ein völliges Labyrinth von engen, krummen Gangen auf- und nicdeesteigend ausmachen. Einige von den kleinen Höfen sind mit Cyprrssen oderandern kleinen Baumen, Blumen« und Gemnsebeten geziert, während an den Mauern der Gebäude viele Weinrebe» sich hinziehen. Alles ist unregelmäßig aber nett; und Alles trägt die Spuren eines hohen Alters an sich, indem es offenbar das Flickwerk verschiedener entschwundener Jahrhunderte ist. In dem Hofe, nicht weit von den Fremdenzimmern, befindet sich ein großer Brunnen; aber das Trinkwasser wird gewöhnlich von der Quelle Mose's, nahe bei der Kirche, geholt, und ist sehr rein und gut. Der Garten stößt nördlich an das Kloster, geht eine ziemliche Strecke in das Thal hinab, und ist auf gleiche Weise mit hohen Mauern umgeben, die zu ersteigen jedoch nicht sehr schwer sein möchte. Im Laufe des Morgens lud uns der Prior ein, denselben zu bese«