Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 11 (11.1841)
- Date
- 1841-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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352 Der Berg Sinai. oder geweißt, und alle Spuren davon verwischt. Statt dessen wird jetzt ein Fremdenbuch gehalten, daaber keineswegs rühmlich für einige von denen ist, deren Namen in demselben besonders hervorstechen. — Pater Neophytus, der Prior, besuchte unS noch einmal nach dem Abendessen, und da mein Gefährte Neugriechisch mit einiger Geläufigkeit sprechen konnte, so fanden wir vorzüglich Gnade in den Augen des guten, alten Mannes, dem daS Arabische beinahe zu den unbekannten Zungen gehörte. Wir waren mit einem Empfehlungsschreiben in arabischer Sprache von dem Agenten de- Klosters in Suez versehen, und überreichten es jetzt, aber sie mußten nach dem Jkonomos (Verwalter) schicken, der mit den Arabern zu thun hat, um es zu lesen. Als er kam, sagte er nur, daß, da wir Griechisch sprächen, es unnütz sei, einen arabischen Brief zu lesen. Die geographische Lage des Klosters, wie sie von Ruppell im Jahre 1826 festgesetzt wurde, ist 28° 32' 55" nördliche Breite und 31° 37' 54" östliche Länge von Paris. Die Höhe über der Meeressiäche beträgt nach Schuberts Messungen 4725, und nach Rußegger 5115 Pariser Fuß. *) *) 3« früher» Zeiten waren auf der ganzen Halbinsel, welch» . der Sinai bildet, der Klöster und der Christen sehr viel». Zur Zeit der muhammrdanischen Eroberung belief fich die Zahl der Mönch« allein auf S big 7000. Heutzutage machen dir Bewohner de» Kloster« di« galt)« christliche Bevölkerung der Halbinsel au«, wenn man di» Stadt T»«z nicht mit» rechnet. (Fortsetzung folgt.)