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Das Morgenland · 1841-11-01 · 11 (11.1841) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
11 (11.1841)
Date
1841-11-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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Der Berg Sinai. 351 hinaufgewunden waren, wurden die erster« in die Küche nahe an unsern Zimmern unter der Obhut eines fast neunzig Jahre alten Mannes, der hauptsächlich zu unsrer Aufwartung bestimmt war, eingeführt. Da- Abendessen wurde in einem Nebenzimmer angerichtet und bestand großentheils aus Eiern und Reis mit Oliven und grobem Brot. Der Pn'or entschuldigte sich sehr, daß er unS nichtbesseres vorsetzen könne, da eS Fastenzeit vor Ostern und immer sehr schwierig sei, Kameele zu bekommen , um Korn und Mundvorräthe von Tur und andern Orten zu bringe». So groß ist der Mangel an Regen seit einigen Jahren, besonders in diesem Jahre gewesen, daß alles Futter und alle Weide verdorrt war und die Kameele in großer Anzahl vor Hunger starben. Besha« rah hörte unterwegs von dem Tode eines seiner Drome» dare daheim, und das andere, das wir unterwegs zu« rücklaffen mußten, starb rin paar Tage nachher. Es war sehr gut, daß wir einige Tage im Kloster verweilten, denn unsere Kameele waren fast erschöpft, und unfähig so weiter zu gehn. Doch war es zuerst zweifelhaft, ob wir an deren Stelle andere würden bekommen können. Die Zimmer, die wir bewohnten, waren klein und ziemlich nett; der Fußboden war mit Teppichen bedeckt, die einmal schön gewesen, aber nun ziemlich abgenützt waren. Ein niedriger Divan befand sich längs dreier Seiten des Zimmers; bei Tage diente er zum Sitzen, und deS Rächtunsre Betten darauf zu legen. Hier haben alle ^Reisende gewohnt, die seit Jahrhunderten das Kloster besuchten; aber sie haben, außer in den letztem Jahren, kein Andenken hinterlaffen. Die Inschriften an den Wänden, die Burckhardt im Jahre 1816 erwähnt, sind nicht mehr da; denn die Wände sind seitdem gemalt

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