Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 11 (11.1841)
- Date
- 1841-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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©mfcrt d«r Gros«. 135 Liebe zu den Makkabäern über auf diese letzten Absenker des untergegangenen Stammes. Salome, Herodes' Schwester, unterließ nicht, in dem Herzen des letzter« sogleich Argwohn gegen seine eigenen Söhne anzuflammen. Er gab Besorgnissen Raum, verehlichte aber einstweilen die Beiden, und zwar Aristobul mit Berenice, ' einer Tochter eben dieser Salome, und Alexander mit Glaphyra, der Tochter des Königs von Kappadocien. Die Tochter der Salome, Berenice, Gemahlin Aristobul's, machte die Zwischen trägerin und nährte den glimmenden Argwohn und Haß zwischen Herodes und seiner Schwester einerseits und den Söhnen andrerseits. Auf der Seite des Königs und Salome's stand außerdem noch ein Bruder des Herodes mit Namen Pheroras. Bon diesen Leuten wurden den Brüdern Fallen gelegt, in die sie um so eher eingingen, als in ihnen der Stolz des makkabäischen Stammes sich regte. Sie hatten von ihrer Mutter das hochfahrende Wesen geerbt und die ächtjüdischeBerachtung gegen die »domitische Herkunft ihres BaterS und seiner Geschwister. Sie nahmen sich daher nicht in Acht, und ihre Aeußernngen über den Tod ihrer Mutter Mariamne und andere Vorgänge dieser Art warm so bitter als unüberlegt. Natürlich wnrde AlleS dem Herodes hinterbracht, mit Ausschmückungen versehen, und in ihm der Gedanke geweckt und genährt, daß er vor seinen eigenen Söhnen seines Lebens nicht mehr ganz sicher sei. Herodes suchte sich durch ein Mittel zu helfen, wodurch da- Uebel nur verschlimmert und dem Ausbruche zugeführt wurde. Denn das ist der Fluch der Sünde, daß sie ihre Sklaven, auch wenn sie sich zu helfen meinen, doch immer mehr verstrickt. Herodes, ehe er den Thron bestieg, war mit einer GemahNn vermählt, welche Doris hieß, und ihm einen Sohn geboren hatte mit