Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 10 (10.1841)
- Date
- 1841-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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*»8 fitrob«* tn Gros«. nach 6ffcrf} er in dem Lande nichts mehr als die Burg Masada, wo er alles untergebracht hatte, waS ihm theuer war. Das ganze übrige Land war in den Händen des AntigonuS, welcher, als makkabäischer Abkömmling, gewiß ein näheres Recht hatte alS Herodes. Für diesen sprach aber die römische Politik, welche nicht zugeben konnte, daß ihr längst angesponnenes Gewebe durch den kühnen Stteich des Antt'gonus und den Ueberfall der Parther sollte zerrissen sein. Sie konnte nicht zugeben, daß in Judäa die Sache der National-Selbstständigkeit triumphire und die Familie des Antipater solle bei Seite geschoben sein, welche doch von den Römern eingesetzt war und das römische Interesse verttat. Antonius und Octavian erwirkten daher einen Senatsbeschluß, wodurch Antigonus für einen Feind deS römischen Reiches erklärt, und dem Herodes die Herrschaft über das jüdische Land «nd sogar der KönigStitel zuerkannt wurde. Dieser eilte nun von Rom nach Judäa und landete in Akre oder, wie es damals hieß, Ptolemais. In Galiläa sammelte er seine Anhänger um sich und gegen An« tigonus, der als König in Jerusalem saß, begann der Bürgerkrieg. ES hätte damals Niemand den Juden sagen können, waS für sie das Beßte zu thun sei. Jede Wahl, die sie zu treffen wußten, war eine unglückliche; und die einzige gute konnte ihnen nicht einleuchte«. Gleich nach ihren Siegen hatten die Makkabäer den Fehler begangen, Roms Freundschaft zu suchen. Des Fürsten Simon Sohn, Johannes Hyrcan, der fürstliche Hohepriester, mengte vollkommen Politik und Religio« untereinander, und bald zeigte sich bei dem makkabäi, schen oder hasmouäischen Hause auch keine Spur mehr von einer Einsicht in die priesterliche und theokratische Rattonalbestimmung Israels. Wäre« Propheten.da ge-