Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 9 (9.1841)
- Date
- 1841-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
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Drt B»ch Henoch. zwar eine alte, aber doch keine ächte gewesen ist, hin^ gegen als solche von den Lesern des Apostels anerkannt und verehrt wurde, so konnte Juda, — da die überlieferte Weissagung durchaus nichts des Patriarchen Unwürdiges enthält — ohne sich ans Untersuchung der Aecht« heit oder Unächtheit einzulaffen, den ihm befreundeten Gemeinen dieselbe entgegen halten, da ihnen, besopderS de» Schwärmerischen unter ihnen, dieses Zeugniß mehr Gewicht haben mußte, als rin einfacher Ausspruch des Apostels selbst. Wie man nun aber von dieser, aus de« Munde HenochS angeführten Weissagung denken möge, so scheint unS — um uns schließlich zusammenznfassen — das Wahrscheinliche dieses, daß eine und dieselbe alte Uebrrlieferung von dem Apostel zu belehrendem Zwecke einfach ist angeführt, von dem Berfasser des sogenannten Buches Henoch aber auSgesponnen und überarbeitet worden, um sein» oder Anderer Schwärmereien unter gute» Namen an den Mann zu bringen. Wir könnten hier schließen und unsere Aufgabe algelöst betrachten, indem im Allgemeinen wohl anzunehme« ist, daß unsere Leser kein Verlangen tragen werden, mit dem apokryphischen Buche in «ine nähere Bekanntschaft einzntreten. ES ist indessen gewiß auch manchem unter ihnen nicht unerwünscht, einen kleinen Vorschmack von dem zu haben, wäS diese Schrift ihren bethörten Verehrern darbietet. l Im siebenten Eapitel erfahren wir, daß, -'-nachdem die Menschenkinder sich gemehrt hatten in diesen Tagen-,, zweihundert Engel den Entschluß faßten, sich mit den Töchtern der Menschen zu verehelichen. Samjaza, ihr vierter |B