Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 8 (8.1841)
- Date
- 1841-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 1× ep/1047833
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r S56 Stand der Dinge im Morgenlande. seine Partei in Konstantinopel und im Divan selbst nicht schon zahlreich und stark genug wäre, sonderu weil er, sichtlich ist, daß die großen europäischen Mächte aus überwiegenden Ursachen nicht gutfinden können, daß Me» hemed Ali sein Ziel — an die Spitze der osmanischen Macht zu kommen — am Ende, nach allen Niederlagen und den jahrelangen Anstrengungen der europäischen Diplo, matie, auf dem Wege der -ist ohne Schwertstreich er» reiche, nachdem ihm solches auf dem offenen Wege des Kampfeunmöglich geworden. Obwohl er aber für den Augenblick absehen muß von der Ehre, in Konstantinopel die rxchte Hand, und mehr als das, des Sultans zu sein, so schlägt doch inzwischen die Pforte einen Weg ein, der sie mehr und mehr den europäischen Höfen ent» fremdet. Das System der alten Türken bekommt immer deutlicher die Oberhand über das von Mahmud II. ge, gründete und befolgte System der Verbesserungen und der Fortschritte. ^Da nun aber einmal die Pforte unter die thatkräftige Vormundschaft der christlichen Mächte gera» then ist, so wird jeder Versuch, sich demselben zu ent» ziehen und auf den Fuß alttürkischer Selbstständigkeit zu» rückzukehren, rin verspäteter sein, und nur dazu dienen, das Unvermeidliche zu beschleunigen. Besonder» ist eS das künftige Schicksal Syrien-, dessen Festsetzung zwi« schen der Pforte und den Mächten einen bittern Zankapfel bilden wird. Einstweilen bessern die Engländer die zer, schossenen Festungswerke von Beirut und Acre gründlich auS und ihre Officiere durchreisen Syrien, und zeichnen Katten. Die Franzosen suchen eine Partei unter den Ma, roniten des Libanon zu gewinnen. Im Lande selbst herrscht Anarchie und allgemeine Unsicherheit. Den 31. August 1841.