Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 8 (8.1841)
- Date
- 1841-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Euphrat. 155 bald senkte er sich bis zum Ufer hinab, dabei waren die Bäche so angeschwollen, daß unsere armen Thiere nahe daran waren den Grund zu verlieren. — Endlich nach drei Tagen stand ich mit der unwillkommenen Botschaft des Mißlingens der Unternehmung wieder vor Hafis Pascha. Stand der Dinge im Morgenlande. Auf Kreta ist der Aufstand, ohne weiteres, als das schon gemeldete, Blutvergießen zu Ebbe gegangen. Die Engländer und die Franzosen, besonders erstere, legten sich in die Sache. Die Insurgenten verloren den Muth bei der neuen Ankunft türkischer Verstärkungen. Tahir Pascha, der türkische Feldherr versprach den eingeborenen Kretern Amnestie und die Engländer übernahmen es, auf mehrern Schiffen die Rädelsführer, und die Zuzüger aus Griechenland, nach Athen zurückzuschiffen. Zu Ende Juli kamen sie dort an. Die Anführer des mißlungenen Auf, standes geben in öffentlichen Blättern eine Erklärung von sich, wonach sie die englischen Schiffe in der Absicht bestiegen hätten, sich nach einem andern Punkte der Insel Kreta zu begeben, aber von den Engländern wider ihren Willen nach Athen geschafft worden seien. In Konstantinopel treten die Wünsche Mehemrd Ali's deutlicher hervor. Er hat es gewagt, der Pforte den Vorschlag zu machen, sie möge ihn selbst zum Großwessier ernennen, wobei er die Aussicht stellt, daß es ihm wahrscheinlich gelingen werde, das zerrüttete Türkenreich wieder in Aufnahme zu bn'ngen. Es soll ihm einstweilen ablehnend für den guten Willen gedankt worden sein, aber nicht sowohl aus dem Grunde, als ob