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Das Morgenland · 1841-08-01 · 8 (8.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
8 (8.1841)
Date
1841-08-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Z*x Euphrat. S41 nun in einem 800 Schritte breiten Bett, das er jedoch nur selten ausfüllt,"und zwar in östlicher Richtung fort bis Rumkaleh, *) dem Römerschloß Sigma oder Zeugma. Hier erreicht er den westlichen Punct seineganzen Laufs *) »Rumkaleh bietet einen ganz überraschenden Anblick. Bn Regen und Sturm schleppten wir un« den gan»en vierten April (1838) mühsam vorwärt« durch die Steinwüste, als plötzlich da-, tief in dieser Ebene eingeschnittene Thal de- Phrath sich vor unöffnete. Tief unten windet sich der auf 100 Schritte verengte Strom» und jenseiterhebt sich die überraschend stattliche Festung Rumkaleh. Roch eh« man sie erreicht, passtrt man durch eine Stadt, die in den Felgeschnitten ist. Dieser besteht nämlich au« einem Gestein. welche-, anfangsehr weich, an der Luft erhärtet; diese Berge sind fast jährlich von Erdbeben heimgesucht. Bei Rumkaleh ist eschwer -u sagen, wo der Fel« aufhört und wo die Menschenarbeit anfängt. Zunächst hat man die Bergrunge, welche auf der einen Seite vom Phrath, auf »«ei andern von dem tiefen Thal de« Marsifan- Bache« umschloffen ist, in einer Höhe von 40 bi« tt» Fus senkrecht abgeschnitten. Auf dieser Wand erheben sich dir Mauern au« demselben weißlichen Gestein an 80 Fuß hoch, mit Zinnen und Thürmen. Durch sechl Thore hintereinander windet sich der einige Aufgang, um r» vier-ig Häusern »u gelangen; alle« andre sind Trümmerhaufen. Da« Ganze steht au« als ein regelmäßig gestalteter Fel«, wie man sich ein große« Stück Kreide ruschneiden könnte. E« wäre interessant, die Geschichte von Rumkaleh zu kennen. Rach den Römerreiten war e« »in Sitz armenischer Priester, di« ein prächtige« Kloster hier gründeten. Der Zerstörung-wuth der folgenden Jahrhunderte ist e« nicht gelungen, diese mächtigen Quadern gan, umzuwerfen, nur die schön geschnitzten römischen Adler sind tarn Theil abgekrgtzt und di« großen Säulen mit reichen Eapitälern liegen am Boden. Später wechselten verschiedene Herrscher und vollendeten die Zertrümmerung. Rur di» stattlichen Mauern und der stattliche Fel« stehen noch heute, wie ihn die Römer sahen. Eine Arbeit der armenischen Mönch« ist ihrer Vorgänger, der Römer, würdig; e« ist ein an 200 Fuß tiefer, weitrr Brunnen, in dem sich rin in den Fell gehauener Wendelgang biaus da« Niveau de« Euphrat hrrabwindct, von wo da« Wasser durch Maulthiere heraufgetragen wird--, v. M. Vierter 3oiK» IS

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