Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 8 (8.1841)
- Date
- 1841-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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228 Simsvn. gelagert in der Mitte des Landes, welcher, nebst dem Hriligthum, das er beherbergte, auch einen gewissen Sinn und Eifer für das Wort und Gesetz Gottes bewahrte, während die andern Stämme jeder in seinem Erbtheil sich zurechtsetzte so gut es gehen mochte, und für nicht viel anderes Sinn hatte, als für seine Familien- und Local-Interessen. Aus dieser Vernachlässigung der Anordnungen Gottes war dann Hinneigung zu dem benachbarten Heidenthum hervorgegangen und daraus wieder entwickelte sich als nothwendige Folge und göttliche Strafe die Unterdrückung und Mißhandlung, welche einzelne Stämme und Landestheile zu erdulden hatten. Nach einander waren es die Syrer, die Moabiter und Ammoniter, die Midianiter, und die im Lande gebliebenen Canaanitcr gewesen, welche Israel auf kürzere oder längere Zeit unterdrückt hielten. Doch scheint es, daß unter diesen Unfällen hauptsächlich die nördlichern und die jenseit des Jordan gelegenen Stämme zu leiden hatten, während die stärkern Stämme in der Mitte und dem Süden deS Landes, Ephraim und Juda, ihre Unabhängigkeit besser zu behaupten wußten. Später wurden aber auch diese von den Ammonitern achtzehn Jahre lang »hart gcängstigt». Aus allen diesen Leiden half aber der HErr seinem Volke, sobald es sich bußfertig zu Ihm wandte, indem Er außerordentliche Richter, Heilande des Volkes, erweckte, welche, von Ihm ausgerüstet und beglaubigt, das Vertrauen ihrer Volksgenossen gewannen und, an der Spitze derselben, der gebeugten Nation die verlorene Unabhängigkeit wieder errangen. Wie aber bei dem einzelnen Menschen wiederholte Untreuen sich strafen durch ein wachsendes Unvermögen zum Gebet und Glauben, und durch größeres und länger dauerndes Verlaffenwerden, so geschah ein gleiches dem immer wieder