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Das Morgenland · 1841-07-01 · 7 (7.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
7 (7.1841)
Date
1841-07-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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Stand der Dinge im Morgenlante. zzz nopel nicht mehr als 40,000 Mann. I«Ht beträgt sie 25,000; aber mit den einberufenen Truppen würde sie über 60,000 steigen. ES sind freilich diese aufgebotenrn Truppen die Redif- oder Landwehr-Regimenter auS Rumellen (in Europa) und Anatolien (Kleinasien), von welchen nicht alle, die auf dem Papier gezählt und einberufen sind, auch effektiv erscheinen werden. Immer aber deutet diese Maßregel der Pforten-Regierung auf eine große Besorgniß, die sich der Staatslenker bemäib» tigt hat. Und in der That weiß keine menschliche Weisheit voraus zu bestimmen, welche Ereignisse in Konstantinopel Platz greifen würden, wenn der Thron der Os, manen erledigt und mit dem letzten Sultan dieses HauseS die Ehre und der Stolz der Jahrhunderte zu Grabe getragen würde. Das Schwert der Väter, wem sollte eS künftig umgürtet werden? die grüne Fahne des Propheten, wer sollte sie wehen lassen? der letzte, arme Knabe des ausgestorbenen HauseS, wer sollte ihn schützen? wer vermöchte es? den Widerstreit alter und neuer Forderungen und Ansprüche, den Zusammenstoß aller langgesparten Leidenschaften, wer sollte ihn beschwichtigen und lösen? Mit einem Worte, wie sollte daS Reich ferner bestehen, daS längst in sich selber uneins und verwirrt ist? — Wir dürfen glauben, daß in und außer Konstantinopel diese Fragen manchen Staatsmann beschäftigen. Wie der eine oder der andere von ihnen dieselben zu lösen hofft, wissen wir nicht, nur so viel ist bekannt, daß in der Türkei selbst und sogar in der Nähe des wankenden Thrones Viele der Ansicht sind, der unglückselige Hader mit Mehemed Ali habe nur dazu gedient, das Reich der Muhammedaner innerlich zu schwächen und eS den Händen der Ehristen zu überliefern, während doch, daö islamitische Interesse richtig erwogen, eben Mehemed Ali

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