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Das Morgenland · 1841-07-01 · 7 (7.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
7 (7.1841)
Date
1841-07-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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308 Di» Kurden. bedünken, daß ihr menschlicheres Gefühl allzurege werde, denn bei dem zweiten Zuge, der gegen eine äußerst steile, von den Kurden besetzte Höhe geführt wurde, erlaubte er den Preußen nicht, dem Gefechte beizuwohnen. Hr. v. M. schreibt darüber: "Fünf Stunden bedurfte es, um die Höhe zu ersteigen. Di? s kurdischen I Weiber selbst feuerten auf die Soldaten; ein Soldat wurde von einer Frau erstochen. Die erbitterten Truppen metzelten alles nieder, was sich widersetzte. Es sind zwischen 4 und 500 Kurden geblieben; an fünfzig Frauen ertranken in dem angeschwollenen Gebirgsbach, als man sie wegführen wollte. — Der Pascha hatte nicht gewollt, daß wir diesen Zug mitmachten, und es war mir ganz recht. Dieser Krieg ist voller Scheußlichkeiten. Rebst mehrern tausend Stück Vieh kamen an 600 Gefangene im Lager an; die Hälfte besteht aus Weibern mit kleinen Kindern. Ein Knabe von 6 bis 7 Jahren hatte Schußwunden, und die Kugel, die hier neben mir liegt, haben wir ihm hcrauSgezogen; er wird wahrscheinlich davon kommen. Auch Frauen sind verwundet; daß es aber Kinder mit Bajonetstichen gibt, wirft ein ttauriges Licht auf die ganze Handlung. Gestern Abend um ü Uhr hatten die Unglücklichen, von Angst und durch den langen Marsch erschöpft, noch keine Krumme Brod erhalten. Rur mit Mühe schaffen wir für die Soldaten selbst daS nöthige Mehl herbei, und nun kommt unerwartet Zuwachs von mehrern hundert Hungrigen, gerade äls wir einen neuen Transport noch erwarteten. Mehl haben die Leute in den Dörfern selbst nicht, denn unsere Pferde und Maulesel haben ihren schönen Waizen aufgezehrt. Heute war ich so glücklich, einen Viettel Eentner Reis aufzutteiben, den ich zu einem Gerichte bereiten ließ. Kinder und Weiber stürzten darüber her; die Männer

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