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Das Morgenland · 1841-07-01 · 7 (7.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
7 (7.1841)
Date
1841-07-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Die Kurten. 1*7 die doppelten Abgaben aufbürdcn. So legt ein Jeder die Hände in den Schooß, wohl wissend, daß man dem der viel hqt, viel abnimmt, und beschränkt sich darauf, nur soviel {ufawn als der Unterhalt dringend erfordert. So lange die Steuererhebung in nichts anderm besteht, als dann, daß jeder Stenerbeamte den ihm anheim gegebenen Unterlhanen so viel abpreßt, als er pressen kann, ohne sie zu offener Widersetzlichkeit zu zwingen, so lange kan» der Ackerbau sich nie heben, viel weniger Gewerbsthätigkeit Wurzel fassen. Und doch müßten dies« in so manchen Zweigen trefflich gedeihen, und würden dem Grund und Boden erst seinen rechten Werth geben. Wie viele Naturkräfte sind hier noch unbenutzt! Wie viele Bäche brausen dahin, welche Mühlen und Werke treiben könnten; welche endlose Wälder stehen unangerührt auS Mangel an Straßen; wie viel Baumaterial liegt hier umhergestreut; welche mineralische Schätze verschließen diese Berge; wie viel derselben liegt offen zu Tage und wartet nur der Ausbeutung! — aus dem Sande des TigriSfluffes zogen wir mittelst eines Magnets über SO Pro« cente Eisen. Ganze Quadratmeilen Landes sind mit Maulbeerbäumen bewachsen, ohne daß ein Pfund Seide gebaut würde; aber welches Capital wird sich in solche Unternehmungen einlaffen? Was hilft es, daß sie SO oder lOO Procente Gewinn versprechen, so lange sic mit 50 oder 100 Procenten Steuer belastet werden können? DaS ist der Grund, weßhalb unbebaute Felderflächen das Auge bettüben bis unter die Mauern' der größten Städte; warum die Eapitalien des Landes müßig ruhig in der Kiste der Unterthanen, und der ganze Handel der Türkei'in den Händen von Fremden liegt, welche unter dem Schutze ihrer eigenen Landesgesetze eben so viele Staaten in diesem Staate bilden; daher verkauft die

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