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Das Morgenland · 1841-06-01 · 6 (6.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
6 (6.1841)
Date
1841-06-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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IVO D»e Araber. daß ich nur allemal Trm Donnerstag Abend Acht geben möge, dann werde ich sehen, daß das Thier "mit dem Kopf schüttle, wie ein Derwisch (türkischer Mönch); er neghi. die Terafi u. s. w. — Kohilan war, der Ueberlieserung nach, das Leibpferd de« König« Salomo, und ave die heutigen Kvhilanpferde sollen also ein Alter ihre« Atel« aufzuwriten haben, dem auf dieser Erde wenige gleichkommen. Ob sich von dem Marstalle Salomo'« noch direkte Abkömmlinge in Arabien befinden, wissen wir nicht, aber so viel ist wenigsten« gewiß, daß Salomo den Hantel, und vermuthlich auch tie Vereklung der Pferde mit in den Kreis seiner vielseitigen Bestrebungen zog. 2 Kön. 10, 28. ff. Herr v. Moltke erzählt in seinem schon angeführten Werke folgende charakteristische Anekdote: Ein türkischer Eavallerie-General. Dano-Pascha )u Martin, stand lange in Unterhandlung mit einem arabischen Stamme wegen einer edlen Stute vom Geschlecht« Meneghi; endlich »«reinigtr man fich zu dem Preise von etwa 2000 Thalern. Zur verabredeten Stunde trifft der Häuptling de« Stamme« mit seiner Stute im Hofe de« Pascha ein; dieser versucht noch zu handeln. aber der Scheikh erwiebert stolz, daß er nicht einen Para herablasse. Verdrießlich wirst der Türke ihm die Summe hin mit der Aeußerung, daß diese« ein unerhörter Prei« für ein Pferd sei. Der Araber blickt ihn schweigend an und bindet da« Geld ganz ruhig in seinen weißen Mantel, dann steigt er in den Hof hinab, um Abschied von seinem Ihiere zu nehmen; er spricht ihm arabische Worte in« Ohr. streicht ihm über Stirn und Augen, untersucht tie Hufe und schreitet bedächtig und musternd »m da« aufmerksame Thier. alich schwingt er sich auf den nackten Rücken de« Pferde«. es augenblicklich vorwärt« und zum Hofe hinausschießt. Die Araber reiten ganz ohne Zaum; der Halfterstrick dient um da« Pferd anzuhalten» rin leiser Schlag mit der flachen Hand auf den Hal«, es link« oder recht« zu lenken. Die Pferde der Türken stehen gewöhnlich Tag und Nacht mit einem Sattel au« Filzt ecken. Zeder vornehme Mann hat wenigsten« ein oder zwei Pferde im Stall bereit, die nur gezäumt zu werden brauchen, um ste zu besteigen. <St dauerte daher auch nur wenig« Augenblicke, so saßen die Leute de« Pascha im Sattel und sagten dem Flüchtling nach. Der unbeschlagene Huf de« Rosse« hatte noch nie «in Steinpflaster betreten. und mit Dorstcht eilte es den holprigen steilen Weg vom Schlosse hinunter. Die Türken hingegen galvppiren einen jähen Abhang mit scharfem Geröll sorglos hinab; tie dünnen, ringförmigen, kalt geschmiedeten Eisen schützen den Huf vor jeder Beschädigung, und die Pferde, an solche Ritte gewöhnt, machen keinen falschen Tritt. — Am Ausgang de« Ort« haben die Leut« de« Pascha den Scheikh beinah« schon ereilt; aber jetzt find sie in der Ebene, der Araber ist in seinem Elemente unk jagt fort in gerader Richtung, denn hier hemmen weder Graden noch Hecken, weder Flüsse noch Berge

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