Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 6 (6.1841)
- Date
- 1841-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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Sund der Dinge im Morgenlande. >Az in der Schwebe bleiben und vielleicht erst durch den Tod Mehemed Ali's ihrem Ziele zugeführt werden, so ist dieses doch keineswegs wahrscheinlich. Wenn schon zum öftern versichert worden ist, daß Mehemed seine "letzten Kräfte» aufgcboten habe, so folgt daraus noch nicht, daß er dieses Erpcrimcns bis ins Unendliche wiederholen kann. Allerdings vermag in einem Falle wie dieser, wo ein DeSpot ohne alle Rücksicht auf Recht und Gesetzlichkeit über Alles verfügt was sein eiserner Arm und die Klaue seiner Werkzeuge und Helfershelfer erreichen kann, kein Mensch zu sagen, wann endlich der überspannte Bogen bricht und von den »letzten Kräften» die allerletzte verzehrt ist, aber eintrrtcn muß der Augenblick doch, da die unnatürliche Stellung Mchcmed'ö ihm zur Unmöglichkeit wird, und er entweder derselbe» unterliegt, oder sein Heil darin sucht, daß er aller Diplomatie zu Trotz mit dem Schwerte darein fährt. Einstweilen macht er die äußersten Anstrengungen um ans friedlichem Wege die Pforte zn einer gütlichen Ausgleichung zu vermögen, was ihm ohne Zweifel längst würde gelungen sein, wenn nicht lctztrc, wenigstens bisher, unter die Vormundschaft der europäischen Mächte sich gestellt und die Partei niedcrgehalten hätte, welche überall vorhanden und im kaiserliche» Palastc selbst wirksam ist, und die auf eine gütliche Ausgleichung mit Mehemed Ali ausgcht. Während sich so allgemach die Dinge vorbrreiten, die da kommen sollen, wächst in der ganzen Türkei die Spannung und feindselige Stimmung der Türken und ihrer bisherigen Untcrthauen gegen einander, namentlich die gegenseitige Bitterkeit der Griechen und Türken, und diese noch vermehrt und gestachelt durch die fanatische Erwartung der erster», daß °das Jahr 1840 sie in den Wiedcrbrsitz von Constantinoprl und aller verlorenen Herr