Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 6 (6.1841)
- Date
- 1841-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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103 Der Prophet Hosea. "die Zukunft bezog, und lassen beiseite, was die Gegenwart und den damaligen Stand der Dinge zunächst anging. Unmittelbar an die unglückdrohenden Verheißungen, welche in den Namen seiner Kinder lagen, knüpft Hosea (Cap. 1. V. 10.11. Cap. 2. B. 1.) die Hoffnung besserer Zukunft an. Er stützt sich dabei auf die alten Verheißungen GotteS an die Patriarchen, und führt diefelden wörtlich an. *) Mit der Berufung auf dieses alte . Gotteswort leitet Hosea die aufzuschließenden, trostvollen Aussichten der Zukunft rin. Die überaus große Vermehrung ist Bild des mächtigen Segens, der über dem erlösten und begnadigten Volke in der mefsianischen Zeit walten wird. Dann werden die Namen böser Vorbedeutung in Namen des Segens und des Heilö sich verwandeln, und die Spaltung zwischen Juda und Ephraim (Israel) wird aufgehoben sein. Es ist nämlich ein öfter bei den Propheten vorkommender Gedanke, die Trennung zwischen Juda und Ephraim, und den Abfall des letztern von dem Hanse Davids nnd den daran geknüpften Ver, heißungen, typisch zu fassen. Aus dieser Trennung und Abfall ging die Schwächung Israels und daS Umsichgreifen des Götzendienstes hervor, und es wurde dadurch der Untergang beider Reiche oder des Gesammt-Israels herbeigcführt. Füglich also kann dieses Uebel, wie es da geschichtlich zu Tage trat, als Vorbild gelten für den *1 Man vergleich^ i Mose 22, 16. 17. »Ich habe geschworen,... daß ich dich segnen und deinen Samen mehren will, wie die Sterne am Himmel, und wie der Sand am Ufer de« Meere«»... Lap. 32, 13. »Ich «>>l dir wohl thun, und deinen Samen machen wie den Sand am Meer, den man nicht zählen kann vor Menge» — und Hosea i, 10.: »@« wird aber die Zahl der Kinder I«rael sein, wie der Sand am Meer, trn man weder messen noch zählen kann».