Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 4 (4.1841)
- Date
- 1841-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
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124 Stand der Ding«' im Morgenlande. de» unmäßigen Genuß gebrannter Wasser so zerrüttet, daß vor den Anfällen seiner Wuth niemand mehr sicher war. Sein Gesicht war aufgedunsen, der Bart weiß, er litt an der Gelbsucht, und, wie berichtet wird, an der Wassersucht. In Gaza erholte er sich sammt seinen Leuten durch die aus Aegypten eiligst herbeigeführten Vorräthe aller Art. In kleinen Abtheilungen gingen die Truppen nach Atgypten zurück. Am 18. Februar schifften sich die letzten 3000 Mann ein. Von diesem Tage an war die Räumung Syriens durch die Aegypter vollständig. In Beziehung auf Mehemed Ali und Aegypten haben wir bereits gemeldet, daß der bisherige Vicekönig, zum Beweise seiner vollkommenen Unterwerfung, die anderthalb Jahre lang trüglich zurückgehaltene türkische Flotte endlich ausgeliefert habe. Doch nur die Hälfte der Mannschaft war noch vorhanden. Die andere Hälfte war gestorben, entflohen, oder in die ägyptischen Regimenter gesteckt worden. Aus der Bai von Marmarizza (an der kleinasiatischen Küste), wohin sie sich zuerst begab, gelangte die Flotte unter großer Beschwerlichkeit bei widrigem Winde endlich an die Mündung der Dardanellen. Dort verweilte sie noch so lange als nöthig war, um die Schiffe in säubern Stand zu setzen, sie neu anzustreichen u. s. w. Nachdem diese Verbreitungen zum freudigen Einzug in Konstantinopel getroffen waren, hatte endlich am 16. März die Bevölkerung der türkischen Hauptstadt das lang ersehnte Vergnügen ihren Jubelruf unter den Begrüßungsdonncr der Kanonen zu mischen und die, 23 Schiffe zählende Flotte im eigenen Hafen willkommen zu heißen. Im vorigen Monate sagten wir: »Noch ist für Mebemed Ali das Bitterste zurück, nämlich der Frrman,