Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 4 (4.1841)
- Date
- 1841-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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|JJ Stand der Dinge im Morgenland«. Stand der Dinge im Morgenlande. In unscrm letzten Hefte konnten wir nur im Allgemeinen die Thatsache erwähnen, daß Ibrahim das syrische Land geräumt habe. DaS Nähere darüber, so weit eS in unser Blatt gehört, ist folgendes: Ibrahim, als er zu Ende des vergangenen Jahres von Damask auS seinen Rückzug antrat, theilte er sein Heer in zwei Theile. Die erste Abtheilung, unter Soliman Pascha (dem gewesenen französischen Oberst Selves) nahm ihren Weg gegen dem rothcn Meere, östlich vom tobten See durch die Wüste, nach Akaba. Bei diesem Heerhaufen befand sich die gesammte Artillerie Ibrahims. Dieselbe erreichte glücklich die Ufer des rothen Meeres und wurde von Soliman dort stehen gelassen, bis auS Aegypten die nöthigen Pferde zum Weitertrans- .• port angelangt seien. Die Menschen erlitten auf dem . Zuge durch die Wüste unerhörte Drangsale. Der Reise- " . zug bestand nicht nur aus den eigentlichen Kriegsleuten, sondern es nahmen die Aegypter auf ihrem Rückzuge auch das gesammte Personal des bisher in Syrien angestellten ägyptischen Beamtenstandes mit sich. Dadurch ""erhielt der Zug eine ungeheure Belästigung an Weibern und Kindern, wozu noch die, zum Heere selbst gehörigen Familien kamen. Es ist nicht bekannt, wie groß die Anzahl von Menschen, besonders Frauen und Kin« * der, gewesen ist, welche unterwegs verschmachteten, denn ( daS Heer war nicht mit den nöthigen Lebensmitteln und Wasservorräthen versehen. Die Hauptsache war die Rettnng der Artillerie und des Kerns der Regimenter; wer fnicht Nachfolge» konnte, wurde in der Wüste znrückgrlassen. Die, welche den schauerlichen Marsch überstan-