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Das Morgenland · 1841-04-01 · 4 (4.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
4 (4.1841)
Date
1841-04-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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104 Das Osterfest neue Spaltung hervor,.welche zum Theil jetzt noch fort« dauert. Der alte Kalender, der durch die Einführung des gregorianischen abgeschafft wurde, ging von der Voraus« fetzung aus, daß der Umlauf der Erde um die Sonne, oder die Dauer eines Jahres, genau 365 Tage und 6 Stunden umfasse. Die Astronomie hat aber gelehrt, daß das Jakr 11 Minuten weniger hat. Diese jährlichen 11 Minuten machen in 128 Jahren einen Tag aus, und so kam es, daß man im 16ten Jahrhundert sich um 10 Tage im Rückstand*) sah, das heißt, wenn wirklich Tag und Äiacht gleich war, so zählte der Kalender erst den 10. Marz, und wenn im Kalender der 21. März er, reicht war, so befand man sich der Wirklichkeit nach schon um 10 Tage über die Tag und Nachtgleiche hinaus, Diesem Uebelstande wurde gesteuert und seiner Fortdauer für die Zukunft vorgebeugt durch die Verbesserung im Kalenderwesen, welche der Papst Gregor HIII im Jahr 1582 einführtc. Zuerst wurden die versäumten 10 Tage dadurch nachgeholt, daß der Papst vcrordnete, man solle im Jahre 1582 nach dem 4. Oktober den folgenden Tag als den 15ten zählen, und also 10 Tage ausfallen lassen. Um sodann zu verhüten, daß auch inskünftige die Christenheit nicht wieder mit ihrer Zeitrechnung hinter der wahren Zeit zurückbleibe, wurde ausgemacht, daß alle 100 Jahre ein Schalttag unterlassen werden solle. Es wurden demnach die Jahre 1700 und 1800 als gemeine Jahre von 365 Tagen genommen, während nach dem alten Kalender diese Jahre Schaltjahre von 366 Tagen ge« *1 Denn indem man da« Kalenderjahr gegen dem wirklichen Jahr um etwa« zu groß machte, kam man in der Zahl zurück, weil je größer man §>« Theile von einem Ganzen macht, desto weniger gibt e«.

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