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Das Morgenland · 1841-04-01 · 4 (4.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
4 (4.1841)
Date
1841-04-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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103 Da« Osterfest. auf der andern Seite gerade von dieser alttestamentli« chen Bestimmung sich nicht entfernen, weil Ostern die Erinnerung an Jesu Tod und Auferstehung sein sollte, diese Ereignisse aber auf das jüdische Paffahfest stattgefunden hatten. Es wurde also ein Ausweg ringeschlagen, durch welchen man dahin gelangte, das christliche Osterfest auf dieselbe Grundregel zu stellen wie das jüdische und doch jedes Zusammentreffen mit letzterm zu vermeiden. Damit verhalt es sich folgendermaaßen. Die Juden feiern Passah genau in der Mitte des ersten FrühlingsmonatS, also gerade zur Zeit des Vollmonds, denn der Monat beginnt mit dem Neumond. Dieser FrühlingSvollmond, das heißt der am 21. März oder zunächst nach demselben eintretende Vollmond wurde als fester Standpunkt, als sogenannte Ostergränze (ternynus paschalis) angenommen. Um nun aber nicht auf diesem Punkte mit den Juden zusammenzutreffen, und um den Sonntag für die österliche Feier fest zu halten, wurde ferner bestimmt, daß der nächste Sonntag nach der Ostergränze (dem Frühlingüvollinond) der Ostertag sein soll. Fiel aber die Ostergränze selbst auf einen Sonntag, so wurde, um sicher den Juden auszuweichen, Ostern auf acht Tage hinansgeschoben und erst am nächstfolgenden Sonntag gefeiert. Diese christliche Oster- Regel (rrgtila paschalis), welche bis auf den heutigen Tag in der christlichen Kirche die Bestimmung dieser Feier bedingt, lautet demnach also: Ostern fällt auf den ersten Sonntag nach dem Vollmond, der am 21. März oder zunächst darauf eintritt. So bestimmt nun die Sache durch diese Regel geord, net schien, so ergaben sich in der Ausführung doch noch manche Schwierigkeiten, und namentlich blieb zwischen der römischen Kirche und der griechischen eine fortdauernde

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