Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 3 (3.1841)
- Date
- 1841-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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9« Palästina und die öffentlich« Meinung. fett gewiß, daß der HErr, der seinen Rathschluß bis hieher geführt, auch ferner seine Hand wird unsichtbar und mächtig walten, und einst noch alle Welt erkennen lassen, daß sein Rath besteht und keines seiner Worte unerfüllt bleibt. Stand der Dinge im Morgenlande. Der Stand der Dinge hat sich seit einem Monate nur wenig verändert. Syrien ist endlich von Ibrahim geräumt worden. Von der Küste abgeschnitten, von Aufständen umgeben, konnte er sich in Syrien nicht länger halten. In den letzten Tagen des verflossenen Jahres verließ er Damask mit seinem Heere. Die nähern Nachrichten über seinen Rückzug müssen wir noch erwarten; derselbe soll über die Maaßen schauderhaft gewesen sein. In Aegypten fanden Moölun Bey und Walker (siehe vorherg. Heft, Seite 64) günstige Anfnahme, und Mehemed Ali bequemte sich endlich, nach anderthalbjäh, rigen Ausflüchten, die türkische Flotte in die rechtmäßige Hand zurückzugeben. Bereits ist sie, neunzehn Schiffe an der Zahl, in der Bai von Marmarizza (auf der Neinasiatischen Küste, der Insel Rhodus gegenüber) neben der verbündeten Flotte vor Anker gegangen. Roch ist aber für Mehemed Ali das Bitterste zurück, nämlich der Ferman (großherrliche Beschluß), der ihn von seiner Höhe herunter, in die Linie eines gewöhnlichen Statthalters stellt. Erst wenn er sich auch diesem fügt, sind die orientalischen Angelegenheiten insoweit beigelegt, und es bleibt dann noch das definitive Ordnen derselben. Den 1. März 1841.