Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 3 (3.1841)
- Date
- 1841-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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93 Palästina und die öffentlich» Meinung. protestantischen und der griechischen Eonfession zugethan sind, und selbst die katholischen Interessen von Frankreich anders würden wollen vertrete« werden als von Oesterreich. Hören wir weiter die Stimme der öffentlichen Meinung über die Zukunft Palästina'-, so will man keine halben und unflchern Maaßregeln, sondern man wünscht eine durchgreifende Wiederbelebung, eine umfassende Verjüngung dealten, verwahrlosten Ostens. Man erkennt, daß die dortigen Bevölkerungen zu wenig zahlreich und zu sehr herunter gekommen sind, um anihnen heraus ein neues zu schafft«. Es müßte also durch Eolonien, die nach Syn'en gingen, ein neues Leben dorthin gebracht werden. Dabei denkt man zunächst an deutsche Eoloniste». Deutschland ist übervölkert und sendet seine Kinder nach allen Welttheilen, oft nur aus einem kleinen Elend in ein großes. Der Deutsche ist auch anerkanntermaaßen der beste Eolonist. Er ist arbeitsam , ausdauernd, hat däu-lichen Sinn, baut nicht — wenn er eine neue Stadt anlegt — zuerst das Theater, hernach die Wohnhäuser und vergißt Schule und Kirche; dabei findet er sich in jedem Elima und in jeder Lage zurecht. Es lassen sich daher Stimmen vernehmen, welche auf eine, geregelte und garantirte, durch Deutsche zu bewerkstelligende Eolonisation Gyn'enö antragen. So wenig es dabei Absicht sein könnte, die vorhandenen Bevölkerungen unterdrücken zu wollen, ebensowenig könnte pie neue Eolonie wollen Gefahr laufen von den Gebirgs« und Wüstenbewohnern ihrerseits unterdrückt zu werden.. Es wäre daher Aufgabe der Großmächte, Vorsorge zu treffen, daß ein kräftig schützender und gerecht waltender Herrscherstab, unter fester Garantie der contrahi« renden Mächte, in christliche Hand gegeben würde, um