Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 2 (2.1841)
- Date
- 1841-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
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Die Sffaer. jg ihren obliegenden Pflichten und Gebräuchen so fest,' daß im Kriege mit den Römern sie den schrecklichsten Marter, tod eher erduldeten, als aus daS Geheiß des Siegers eines ihrer Gebote übertraten. Uebrigens waren sie durch ihre Lebensweise und durch ihre Grundsätze darauf geführt, in der Entsagung sich zu üben und den Schmerz für kein Uebel zu achten. Sie erreichten daher auch ge, wohnlich ein hohes Alter, manche über hundert Jahre. Es fanden sich auch unter ihnen solche die Künftiges vorhersagten, und selten — bemerkt Josephus — irrten sie sich in dem, was sie voraus verkündigten. Roch gab es eine Art von Effaern, welche mit den Erstgenannten in allen Dingen übereinstimmten, nur daß sie ihre Ansicht über den Ehestand nicht theilten, sondern sich verheiratheten. Doch mußte eine Braut sich einer dreijährigen Prüfung und Vorbereitung unterziehen, ehe sie die Gattin eines Mitgliedes der Gesellschaft werden konnte. An einer andern Stelle, wo Josephus (Ant. 18.1,5.) auf die Effäer zu reden kommt, schätzt er ihre Zahl auf viertausend. Hiemit stimmt auch Philo (in dem Buche: Omni» probus über) genau überein. So bezeugen auch beide, daß die Essaer nur Gaben in den Tempel schickten, aber an den Opfern, namentlich den blutigen, keinen persönlichen Antheil nahmen. Rach dem Zeugnisse die, ser Schriftsteller waren auch die Essäer die ersten — so viel uns bekannt ist, — welche die Leibeigenschaft für verwerflich erklärten, und unter sich keine Knechtschaft duldeten. Philo erzählt, daß sie keinen Handel trieben, sondern blos mit Ackerbau und Handarbeit sich, oder vielmehr die Gesellschaft, erhielten, aber auch bei ihren Handwerken hätten sie sich nicht erlaubt, andere als gemeinnützige Gewerbe zu treiben, und Waffenschmiede