Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 4 (1841)
- Issue
- 2 (2.1841)
- Date
- 1841-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Prophet Jona. 35 vornherein versteht. Dem Leser aber der unS etwa mit Zweifeln entgcgentritt, wollten wir nicht entgegentreten mit versuchter Widerlegung f sondern für ihn hatten wir nur die Einladung: "Versuch' es einmal, und stelle dich in unserm Kreise auf unsern Standpunkt und laß der heiligen Schrift die Ehre und Würde, die sie seit Jahr, tausenden hat und behalten wird bis Himmel und Erde vergehen. Siebe dann, ob nicht allcS einfacher, würdiger, klarer, zusammenhängender sich darstellt, als wenn du mit den Zweifeln, die nur zerstören aber nicht auf, bauen, Hand anlegst? Dieser innere in deiner eigenen Ueberzeugung sich bildende Beweis soll der einzige sein, den wir gegen dich führen». — Diesem unserm Grund, satze haben wir gemäß gehandelt bis hieher, und gedenken ihm auch treu zu bleiben auf die Zukunft. Nur eine kleine Ausnahme muß diesesmal gemacht werden, und nicht sowohl um des eigentlichen Zweiflers, als mehr um dessen willen, den man in seinem Glauben wankend machen will mit der Behauptung, das Buch Jona fordere zu viel, und es sei nicht möglich die in demselben enthaltenen Thatsachen als wirklich geschehen anzunehmen. Wir können daher von dem Propheten Jona nicht reden, ohne einige Rücksicht zu nehmen auf diese, gegen die geschichtliche Glaubwürdigkeit seiner be, sondern Schicksale erhobenen Zweifel. Darüber wollen wir nicht cintreten, ob es möglich sei, daß Gott sich so weit zu ihm herabgelassen, so eingehend und einzeln mit ihm gesprochen habe, als uns in seinem Buche erzählt wird, denn daß Gott mit seinen Propheten geredet und vertraulich geredet habe, ist eine Grundlage, die uns fest liegt und an der wir ruhig diejenigen rütteln lassen, die wahnen daran rütteln zu können. Einzig glauben wir ein Wort entgegnen zu sollen denen, welche an der