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Das Morgenland · 1841-01-01 · 1 (1.1841) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
4 (1841)
Issue
1 (1.1841)
Date
1841-01-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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14 Die Pharisäer. schwindet auch der Name der Pharisäer. Ihr Geist und ihre Art starb freilich nicht, sondern setzte sich fort in dem später» RabbiuiSmuS. Als Partei sind sie zwar erloschen mit dem Erlöschen desjenigen nationalen -Zustandes, der sie iu'S Dasein gerufen, aber insoferne sie dir eigentlichen Repräsentanten deS werkh^iligen, selbstgerechten und von dem lebendigen Gott abgrwendeten Ju» denthumS waren, insoferne dauert ihr Geist und ihre Art so lange fort, als dieses selbst dauert, und daS ganze System des talmudischen JudenthumS ist in dieser Hinsicht zu betrachten als eine Fortsetzung deS Pharisäismus. Wlr wollen übrigens unsere Bemerkungen über die Pharisäer nicht schließen, ohne unfern Lesern an einem Beispiele zu zeigen, wie die Juden selbst diese Partei ganz richtig zu beurtheilr« wußten. Die Talmudisteu sagen, eS gebe sieben Klaffen von Pharisäern. Diese sieben Klaffen theilen sie so ein, daß in die vier ersten die tadelnSwrrthen Pharisäer fallen, und in die drei letzten diejenigen, welche eS gut meinen. Die ganze Ein, »Heilung ist so gemacht, daß mit den schlimmsten angefangen, und stufenweise so fortgefahren wird, daß in die letzte Klaffe die achtungswürdigsten unter den Pharisäern zu stehen kommen. Ein Pharisäer von N°. I. verdient, den Talmudisten zufolge, den Beinamen Sichemite; daS will sagen, eS ist ihm mit seinem ganzen Bekenntnisse so wenh ernst, er hat bei allen religiösen Handlungen so wenig Ueberzeugung, und so wenig Gottes Ehre vor Augen, alt die Sichemiten (1 Mos. 34.), als sie die Beschneidung annahmen. Ein solcher Pharisäer, ohne einen Funken wahre Gottesfurcht, hat für seinen religiösen Schein einen bloS weltlichen Beweg- 'grund; er ist ganz und gar rin Heuchler. N°. II. wägt

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