Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 12 (12.1840)
- Date
- 1840-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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308 Die Zeit der Makkabäers can die Umstände. Auch in Aegypten war «an vollauf beschäftigt mit den eigenen Angelegenheiten, da das bei» spiellos unvernünftige Benehmen des dortigen König PtolemLus Physcon eine lange Reihe von innen, Zer» «ürfniffen hervorrief. So wurde eS Hyrcan möglich im I. 129 Samaria und Galiläa wieder zu erobern. Sichem, die Hauptstadt der Samariter, das heutige Naplus, wurde von ihm zerstört. Ein gleiches Schicksal hatte der Tem» pel der Samariter auf dem Berge Garizim, zwischen welchem und dem Berge Ebel die alte Stadt Sichem gelegen ist. Seit zwei Jahrhundetten hatten die Sama» riter in diesem Tempel ihren, aus das mosaische Gesetz gegründeten, aber von heidnischen Beimischungen nicht ftei gebliebenen Gottesdienst gefeiert. Von dieser Zerstö» rung an behielten sie nur einen Altar auf dem genannte« Berge, auf welchem sie opferten und wo sie anbe» teten. Hierauf beziehen sich die Worte der Samariterin (Joh. 4, 20), wo sie Christo die Frage vorlegt über die richtige Anbetung Gottes, «auf diesem Berge» oder auf Zion?' Auch heutiges Tages beten die wenigen, noch übrigen Samariter auf dem gleichen Berge Gott an, und begnügen sich mit einem bloßen Altar. Die Stadt Samarien, seit der Zeit Alexanders des Großen wieder erbaut und mit Griechen und Syrern bevölkert, wurde eingenommen und zerstört. Hierauf trug der kriegen'sche Hohepriester seine siegreiche« Waffen gegen die Edomiter oder Jdumäer — nach griechischer Aussprache. — Er bezwang sie, und wer nicht lieber ' auswanderte, mußte sich entschließen Jude zu werden. Diese gewaltsame Einverleibung der Edoynter brachte der jüdischen Nation bald genug bittere Früchte, wie wir in den Tagen des Herodes sehen werden. Ueber» Haupt ist es ein Zeichen gänzlichen Unverstandes in Sa-