Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 12 (12.1840)
- Date
- 1840-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
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- Isaiah 1× ep/1005097
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Di» Zeit der Makkabäer. A-7 die politische Unabhängigkeit erstritten; doch ging an ihnen daS Wort in Erfüllung: Wer das Schwert nimmt, soll durchs Schwert umkommen. Bei allem Eifer für die Sache ihres Volkes fehlte ihnen der rechte iSraeliti« sche Geist, der von keiner Heidenmacht Freundschaft und Hülfe will, sondern allein des Gottes der Väter sich getröstet. Judas, Jonathan, Simon, nacheinander buhlten um RomS Freundschaft; kaum dem Drucke einer heidnischen Macht entgangen, bauten sie, ohne zu ahnen waS sie khaten, einer andern mit eigenen Händen die Brücke, die sie künftig in's Land führte, und strickten sel, der daS Netz, in dem später die unglückliche Ration gefangen wurde. Wie Jesaja einem Hiskia ernste Vorwürfe machte über die Freundschaft, mit der er den babylonischen Gesandten entgegenkam (Jesaja 39.), so würde ein Prophet, wäre einer da gewesen, den makkabäischen Brüdern die Gefahr aufgedeift haben, welche hinter der jetzt so schön gleißenden fremden Bundesgenoffenschaft für die Zukunft lauere. Simon's Sohn, Johannes Hyrcanus, der seinem Vater in der hohepriesterlichen und fürstlichen Würde folgte, zog sich mit Mühe aus den Gefahren, die ihn umgaben. Dem Verrathe, der seinen Vater das Leben kostete, entging er von der ganzen Familie allein, und bald zwang ihn der syrische König AntiochuS Sidetes, daß er aufs neue die Oberherrlichkcit Syriens anerkennen mußte. Doch stand diese neue Gewitterwolke nicht lange drohend am Himmel. Schon 130 fiel Antiochus im Kampfe gegen die Parther, und Demettius, nach zehnjähriger Unterbrechung, bestieg wieder den syrischen Thron. Diese innern Unfälle im Rachbarreiche begünstigten das Emporkommen der Juden, und mit vielem politischem Geschick und Unternebmungsgriste benutzte Johannes Hyr«