Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 12 (12.1840)
- Date
- 1840-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4872516-5427203-5427291--1224-4873699- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die Zeit der Makkabäer. »57 altäre, au denen die Abtrünnigen opferten; Getreue ver, loren ihr Leben und überall floß das Blut der Märtyrer. Damals lebte in dem Städtchen Modin, auf den Bergen zwischen Joppe und Jerusalem, ein betagter Priester von der Ordnung Jojarib (1 Ehron. 24. (25.) 7., aus den Kindern Aaron, mit Namen Matthathia. Dieser hatte fünf Söhne: Johannes, Simon, Judas, Elea« sar und Jonathan. Auch in diesem Städtchen war ein Götzenaltar errichtet, aber in frommem Eifer erschlug der Priester einen Juden, der daran opferte. Der syrische Officier, welcher anrückte um das Ansehen der neuen Religion aufrecht zu erhalten, hatte ein gleiches Schicksal. Nun mußte aber Matthathia seiner eigenen Sicherheit wegen die Heimath räumen. Er floh in hie Berge, begleitet von den Seinen und andern Gleichgesinnten. Aehnlicher Widerstand und Flucht in die unzugänglichen Gegenden fand auch in andern Theilen des Landes statt. Der Kampf war eröffnet, und wurde ohne eigentliche Aussicht auf Erfolg aber um des Glaubens willen geführt. Nachdem bei tausend Juden, Männer, Frauen und Kinder, in einer Höhle am Sabbath ohne Wider, stand sich hatten tödten lassen, beschloß Matthathia, inskünftige auch am Sabbath zu schlagen, doch nur wenn er angegriffen werde. Der Krieg, welcher von den Juden gefühtt wurde, war das was man in neuerer Zeit einen "Guerilla- Krieg» nennt. Ohne Hauptschlachten zu liefern durch, zogen die Stteiter in kftinern Abtheilungen das Land, ermüdeten den Feind durch kleine, meist mit Vortheil ge, lieferte Gefechte, nahmen schwach besetzte Orte ein, sam, weiten die heiligen Schriften und brachten sie in Ver, Währung. Schon im I. 166 starb Matthathia ruhig in seiner Stadt Modin. Sterbend empfahl er seinen Söh-