Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 11 (11.1840)
- Date
- 1840-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Di« Zeit der Makkabäer. IDA es erstarrt ist im Pharisäismus; statt der Männer Gottes finden sich Schriftgelehrte und Pharisäer; statt der lebenden Propheten gilt der todte Buchstabe des Gesetzes, und zwar vorzugsweise deS Gesetzes in den Büchern Mos?- und nicht der Propheten, überdieß mit mancherlei Uebertreibungen, Ausschmückungen, Berunstaltungen durch »die Aufsätze der Aeltesten» (die Tradition). Auch die Sünde des Volks ist «ne andere geworden. In der alten Zeit lesen wir von den beständigen Abirrungen Israels zum Dienste der falschen Götter; in der Zeit des neuen Tee staments ist von dem Götzendienst keine Rede mehr, er ist für die Israeliten zur Unmöglichkeit geworden. Dagegen ist an die Stelle des götzendienerischen Aberglaubens der sadducäische Unglaube getreten. In politischer Hinsicht scheidet das alte Testament von einem, durch Begünstigung der persischen Könige ziemlich freien Volke, das sein Gemeinwesen auf den väterlichen Gmndlagm neu gestaltet und von dem persischen Oberherrn nicht sowohl Druck als vielmehr Schutz zu erwarten hat gegen neidische Nachbarn. Aber gleich auf dm ersten Blättem des neum Testammtes begegnm wir dm blutigen Spuren der Herrschaft eines Herodes und sehm daS israelitische Volk in der doppeltm Furcht vor edomitischm Herodm und römischm Promratorm. Diese Unterschiede und Absprünge fallm dem Bibelleser in'S Auge und er frägt, wie das Alles so gekommm und geworden sei. Wft suchm daraus zu antworten, und zwar auf doppelte VOkse: durch eine rolorirte Zeittafel, und dann durch eine geschichttiche Erläuterung derselben. Die Zeittafel, hinsichtlich ihrer Anordnung im Allgemeinen, bedarf keiner nähem Erklärung, da unsere Leser die Anlage solcher chronologischer Kartm schon aus