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Das Morgenland · 1840-10-01 · 10 (10.1840) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
3 (1840)
Issue
10 (10.1840)
Date
1840-10-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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Mehemed »li. SIS gen Besitz weder für ihn, noch für seuic Nachkommen versprechen. Er wird noch schlimme Erfahrungen machen, wenn er fortfährt, Syrien mit gleicher Erpressung zu behandeln wie Aegypten, wo er alles Eigeuthumsrecht zerstörte, und da» Land daran gewöhnen will, die Erzeugnisse seines Fleißes und Bodens als Tribut.dem Herrscher zu Küßen zu legen. Die armen Araber sind für den Augenblick froh, wenn sie nur das nackte Leben davon tragen, und was man noch an größer« Besitzthum und Anpflanzungen findet, gehört sicher einzelnen Türken oder Europäern. Durch die übermäßige Vergrößerung des Heeres werden fast alle jungen Leute dem Feldbau entzogen, und während Knaben von zwölf und dreizehn Jahren die Waffen tragen, folgen Greise, Blinde, Einäugige und Weiber dem Pfluge. Die nothwendige Folge dieser Entvölkerung ist der Verfall des Ackerbaues; in den schönsten Theilen Aegyptens liegen die herrlichsten Landstrecken unbebaut. Welche Mittel wendet aber Mehemcd Ali an, um seine Armee vollständig zu erhalten? Die Abneigung der Araber gegen den Soldatenstand ist so groß, daß sie ihre Kinder oder sich selbst verstümmeln, um ihm zu entgehen. Der Gleichmuth, womit die Unglücklichen sich Finger, ja Beine amputiren, die herrlichen Zähne aus« brechen, oder ein Auge ausbrennen, ist wahrhaft schrecklich. Mehemcd erließ vor einem Jahr den Befehl, daß auS diesen Krüppeln zwei Regimenter gebildet werden sollten, nnd ich sah schon in Kairo eines dieser Unglücklichen Regimenter vor dem Palaste Ibrahims paradiren. Mehemed Ali bleibt sttts Türke, man mag ihm philanthropische Gesinnungen unterschieben so viel man will. Er weicht nur der Nothwendigkeit und Gewalt, und wird sich niemals mit dem begnügen, was man ihm gibt,

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