Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 10 (10.1840)
- Date
- 1840-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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298 va« Priesterthum. nähme an der kirchlichen Feier des heiligen TageS zu nennen, besonders aber muß hier das heilige Abendmahl in Erinnerung gebracht werden. Diese» Gacrament entspricht aufs genaueste jenem heiligen "Brode des Angesichts», das aus dem Heiligthum Gottes in die Hände der Prie, ster überging und ihr Mahl wurde. Wohl nicht ohne Beziehung auf jenes alttestamentliche Vorbild war eS, daß die Christen der ersten Zeit gerne sonntäglich daS Mahl des HErrn feierten, und sie sind hierin, wie wir glauben, von einem richtigen Verständnisse der Schrift geleitet worden. *) Wir wenden uns zum Schlüsse an unsere Leser, und geben ihnen gerne zu, daß sie vielleicht über einen und den andern der angeregten Punkte ihre abweichen, den und möglicherweise bessern Ansichten haben. Es ist aber weder unserer würdigen Freundin noch «ns selbst eingefallen, als die untrüglichen Lehrer christlicher Ge« Heimweisheit auftreten zu wollen. Der Zweck der Ver, öffentlichung der hier vorgelegten Gedanken ist vielmehr der, zu weiterm Nachdenken anzuregen, und vor allem unsere lieben Mitchristen aufmerksam zu machen auf den heiligen Beruf, zu dem wir berufen sind, und ihnen mit uns aufs neue in Erinnerung zu bringen, welcher Reichthum der Gnade, der Kraft und des ewigen Gu« *) s« hat sich auch schon öfter« unter den Christen der Wunsch und da« Bedürfnis geregt nach einer allsvnntäglichen Abendmahl«feier. Freilich würde unter den Christen im Allgemeinen, da so viele da« heilige Gut bei öfterer Feier weniger achten würden, diese Einrichtung nicht paffend sein. Gehr »weckmäßig dürste aber die Anordnung erscheinen, welche in unsrrer Stadt (Basel) getroffen ist. wonach sonntäglich «enigstrn« in einer Kirche der Stadt da« heilige Mahl gereicht wird, so daß kein Tag de« KSrrn «orübergeht, da nicht innert unfern Mauern seine Tafel gedeckt würde.