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Das Morgenland · 1840-09-01 · 9 (9.1840) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
3 (1840)
Issue
9 (9.1840)
Date
1840-09-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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»78 Stand der Ding« im Morgenland«. Frage am meisten verwickelte und der sich am Ende als unauflöslich erwiesen hat, lag in Frankreich. Diese letz« tere Macht war zwar im vorigen Sommer den andern Mächten beigetreten und hatte die »Integrität und Un« abhängigkeit der Pforte» garantircn helfen. Aber in den weitern Verhandlungen zeigte es sich, daß Frankreich diese Worte ganz anders verstehe als die übrigen, und daß, weil es über den Zweck verschieden denke, es auch über die Mittel abweichender Meinung sei. Wir wollen die Differenz zwischen Frankreich und den andern Mächten klar zu machen suchen. Frankreich behauptet : wenn Mehemed Ali geschwächt, oder gar unterdrückt wird, so ist die letzte Kraft im Orient zu Boden gelegt. Die geschwächte, zerrüttete, ohnmächtige Pforte wird dann die Beute der größer» Nachbarn; das europäische Gleichgewicht wird verrückt, Rußland namentlich schlägt seine Hand immer tiefer in die türkischen Provinzen, und der große politische Zweck, den man durch Aufrechthaltung der Pforte erreichen will, wird auf diesem Wege gerade nicht erreicht. Dagegen — fährt Frankreich fort — ist eben Mehemed Ali der einzige Rettungsanker der Türkei; wird er stark gemacht, so ist dadurch die ganze türkische Macht gestärkt, und. wenigstens, wenn auch die Pforte fallen sollte, so ist doch durch ein neues Reich das entschwindende alte ersetzt. Darauf wird von der andern Seite entgegnet: Mit Nichte»! wenn wir Mehemed Ali stark machen, d. h. wenn wir ihm zu Aegypten auch noch Syrien und das TauruS-Gebirge mit seinen Engpässen und festen Stelluugen geben, so hat er mehr als die Hälfte des türkischen Reiches, denn die östlichen und südöstlichen Provinzen desselben werden ganz von ihm abhängig. In dieser Stellung bedroht er Kleinasien und Konstantinopel un-

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