Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 9 (9.1840)
- Date
- 1840-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
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Stand der Dinge im Morgenland». -77 und angebahnt haben, fängt bereits an als » Ereigniß-- hervorzutretcn, und wie mächtig der beginnende Sturz, wie umfassend das zu errichtende Gebäude sein werde, weiß noch kein Sterblicher. Die Pforte, um wieder mit dieser anzufangen, hat ihrer unglücklichen Stellung nach am wenigsten thun kön» ne». Ihr Handeln beschränkte sich auf vorsichtige Ab« wehr der von Aegypten angezettelten Listen, und auf dringendes Mahnen an die Mächte, sie möchten ihres Versprechens eingedenk sein, und mit dem Handeln nicht zuwarten bis es dafür zu spät sei. Mehemed Ali seinerseits hatte übrigens die Freude nicht, von seinen vielfachen geheimen Bemühungen ein befriedigendes Resultat zu gewinnen. Es wäre denn, daß man hieher rechnen wollte die Entfernung Chosrew Pascha's von dem Ruder der Angelegenheiten, welche am 8. Juni stattfand, nachdem kurz vorher auch Halil Pascha, der Schwager deS Sultans, seine Stelle hatte räumen müssen. Diese beiden, Chosrew nnd Halil, nebst Redschid Pascha bildeten das Triumvirat, in dessen Hände der sterbende Mahmud die Angelegenheiten niedergelegt nnd das er dem jungen Sultan Abdul zur Seite gestellt hatte. Es blieb nach dem Sturze der beiden Genannten Red« schid Pascha allein am Ruder. Jndeß änderte sich die Politik der Pforte in keiner Weise und Mehemed Ali hat, so weit man bis jetzt sieht, durch die stattgehabte Aen« derung in der obersten Reichsverwaltung für seine Zwecke maten'el nichts gewonnen. Die Mächte, so schwierig die Aufgabe war, die sie sich gestellt hatten, würden wahrscheinlich dennoch dieselbe bälder zu lösen gewußt haben, da von russischer Seite alles Mögliche gethan wurde, um eine Vereinbarung zu erlrich« tern und zu Stande zu bringen. Aber der Knoten, der die