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Das Morgenland · 1840-09-01 · 9 (9.1840) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
3 (1840)
Issue
9 (9.1840)
Date
1840-09-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Griechisch« Schilderungen 280 logie und wirkt mit Liebe und Erfolg unter seinen Zu« Hörern. Er nimmt sich sehr der Geistlichen an und sncht auf jede mögliche Weise dieselben nicht allein zu Priestern, sondern auch zu christlichen Theologen zu machen. Der zweite theologische Professt>r, Herr K. Kon« kogonis, hat weniger allgemeine Weltkenntniß, aber desto mehr Tiefe und eigentliche Wissenschaftlichkeit. Er ist rin Gelehrter nach deutschem Schnitt, und erhält sich auch immer auf dem Laufenden mit der deutschen, theologischen Litteratur. Das ihm ertheilte Fach ist die exegetische und historische Theologie, und die orientalischen Sprachen. Er widmet seine Zeit vollständig und mit großer Treue und Fleiß der Bildung an Herz nnd Geist seiner Zuhörer, die ihn sehr schätzen und lieben. Mehr als sein College hat er für sein Fach mit Schwierigkeiten zu kämpfen, da die griechische Kirche als solche, wie die römisch-katholische, der Exegese und den andern die Forschung begünstigenden Disciplinen, nicht gerade hold ist, und den Argwohn gegen das Studium der hebräischen Sprache und des alten Testaments noch nicht ganz abgelegt hat. Man hofft jedoch, daß durch Vermittelung des Cult-Ministers Theocharis alle Hindernisse sich nach und nach beseitigen werden, nnd die nachrückende griechische Geistlichkeit vom Eifer ihrer Lehrer zeugen und thatsächlich beweisen werde, daß Glaube und Wissen sich vollkommen vereinigen lassen. Wenn es einer Facultit an wissenschaftlichen Hülfsmitteln fehlt, so ist es di« theologische, die doch bei einem Volke, das sich aus vorherigem Elende zu materiellem Wohlstände erhebt, am wenigsten sollte vernachlässigt sein. Was die Zuhörer in den theologischen Collegien betrifft, so hat bisher die griechische Kirche ein eigentliches Studium für de» Beruf des Geistlichen als keineswegs

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