Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 8 (8.1840)
- Date
- 1840-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
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Di» Juden und ihr Vaterlanr. , rää "Wir hätten ein Vaterland, das Erbe unserer Vater, schöner, fruchtbarer, dem Verkehr wohlgelegener als manche der gepriesensten Sttiche des Erdbodens. Umgeben vom schluchtteichen Taurus, den lieblichen Ge« staden des Euphrats, den Hochsteppen Arabiens und des felsigen Sinai, zieht sich unser Stammland längs des mittelländischen Meeres hin, bekränzt von den thurm« hohen Cedern des Libanon, dem hundett kleine Flüsse und Bäche entquellen, Fruchtbarkeit über die schattigen Thalgründe, Wohlhabenheit über die genügsamen Be« wohner verbreitend. Ein herrliches Land! Am tiefsten Busen des Meeres, das drei Welttheile verbindet; über das schon die Phönicier, unsere Brüder, ihre zahlreichen Flotten bis an die Gestade Albions und die reichen Küsten der Litthauer sandten; nahe dcm'rothen sowohl als dem persischen Meere, den ewigen Bahnen des Weltverkehrs; auf dem Wege von Persien, Indien ans kaspi« sche und schwarze Meer, das Central-Handelsland zwischen dem Orient und Occident». »Jedes Land hat seine Eigenthümlichkeit, jedes Volk seine ihm inwohnende Natur. Syrien, und die es umgebenden weiten Flächen, einem geregelten Ackerbau ungünstig, sind ein Land des Durchzugs, der Vermittlung, der Handclskaravanen. Kein Volk der Erde hat seinem Berufe vom ersten Entstehen so treu gelebt als wir; wir sind ein Handelsvolk, geboren für das Land, wo wenig Nahrung nöthig, diese dem nüchternen Bewohners»st freiwillig von der Natur geliefert wird, nicht aber für die schwerscholligen Fluren des rauhen Nordens". »In keinem Lande der Erde sind unsere Brüher so zahlreich, als in Syrien; in keinem leben sie als geschlossene Masse so unabhängig von den Umwohnern; in keinem bewahren sie so treu den Glauben an die Der,