Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 8 (8.1840)
- Date
- 1840-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
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0« Prophet Amo«. " Z1L . wird durch das Wort des HErrn: »Ich will nicht mehr übersehen». Nun wird nicht nur über alle die falschen Heiligthümer der Ephraimitcn die unausbleibliche Verwü« stung ausgesprochen, sondern auch das Schwert genannt, das sich ausmachen werde über das HauS JerobeamS. Diesi war nun der Augenblick, wo der Priester von Bethel, Amazia, glaubte von Amtswegen einschreite» zu müssen, waS er auch in der herrische», boshaften Weise that, die wir oben schon geschildert haben. Mit der Wegweisnng dcS AmoS auS dem Reiche Ephraim beginnt der dritte Abschnitt, der die beiden letzten Capitel (daS achte und neunte) enthält. In diesem Abschnitte erweitert sicherer Gesichtskreis immer mehr. Das achte Capitel beschäftigt sich noch ausschließlich mit Ephraim, und zwilr bis znm zehnten Vers nntdcm äußern Schicksale dieses Reiches. Der Gedanke, daß es zu seinem Gerichte reif sei und der HErr »nicht mehr, übersehen» könne (V. 2.), wird l'm Gesichte dargcstellt durch daS Bild eines Korbes mit reifem Obst. Der Vergleichspunkt liegt nichtin der Nützlichkeit des Obstes, sondern in der Reife desselben und in der Unmögliclikeit, daß eine gezeitigte Frncht am Banme bleibe; sic muß entweder abgenommcn werden oder fallen, und kann in allewege nicht in ihrer bisherigen Lage bloibcn. — Vom eilften Verse an blickt der Prophet in die Zukunft Ephraims, und zwar mehr in Hinsicht ans' sei» geistiges Ergehen. Es wird eine Hnngersnoth, nicht ein leiblicher Mangel an Brod und Wasser, sondern ein Mangel an geistlicher Nahrung, rin Verschmachten dcö Geistes über sic kommen, V. 11. Sie werden sich von Land zu Land umtreiben,x»b»e zn finden was sic suchen, V. 12.; die kräftigste Jugend wird verschmachten, V. 13.; denn was sie verschmäht lV. 14.) in der guten Zeit, das ist