Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 3 (1840)
- Issue
- 5 (5.1840)
- Date
- 1840-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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||4 lM*r feie Offtntaruiig M Johann««. sowohl rin« Offenbarung brt HSrrn, als vielmehr rin chnstlich»poetssche1 Erzeugniß de« fromm bewegten jo« hanneifchrn GewütheS. Dagegen hören sie wieder Andere, welche in der Apokalypse die Grundznge der christ, sichen Kircheugeschichte angedeutet finden, aber nicht bloS die Grundzüge, sondern auch eine Menge kleinerer Bestimmungen, in deren Deutung aber eben diese AuSle« ger weit von einander abweichen, so daß solche Shristen zuletzt der Apokalypse gegenüber vor ein Buch sich ge« stellt sehen, in welchem, den Einen zufolge für die spä« tern Zn'ten Nicht-, nach der Ansicht der Andern aber Vsies zu finden sei. Zu Vermehrung dieser Unsicherheit und des Mangelan Zutrauen zu diesem Buche, trägt übrrdieß nicht wenig der beklagenSwerthe Umstand bei, daß mit der An-legung der Apokalypse sich nicht bloS Solche befaßt haben und befassen, welche durch Sprach« und andere Kenntnisse auch äußerlich befähigt und be« fugt waren, über die Erklärung biblischer und besonders prophetischer Bücher n'n Wort mitzusprechen. Rur allzu häufig begegnen wir in der biblischen Literatur den Arbeiten solcher Erklärer, welche nur durch eine Ueber« schätzung ihrer eignen Fähigkeit und durch Unterschätzung der dem Ausleger nöchigen theologischen Bildung zn dem Gedanken sich verirren konnten, eine Erklärung apokalyptischer Abschnitte für ihre Aufgabe zu halten. Zwar * sollte man bei solchen Erscheinungen nie vergessen, daß der Mißbrauch den Gebrauch nicht aufhebt« und daß mit der Bibel im Ganzen eben derselbe Mißbrauch getrieben wird, wir mit der Apokalypse i« Einzelne«, ohne daß e» Eine« deswegen »infällt, die Bibel für ein Buch zu erklären, mit dem sich nur schwärmerische Köpfe einlaft sen mögen. Dennoch aber bleibt die Wirkung nicht aus, welche solche mangelhafte, oft gutgemeinte aber «belge»