Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 11 (11.1839)
- Date
- 1839-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
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Di« griechisch« Kirch«. »45 schloffen. Ehemals gab eS der Klöster viel mehrere, allein di« Türken zerstörten derselben so viel sie konnten, und die neue Bildung, die sich unter den Griechen auS« breitet, ist denselben nicht weniger abhold, alS die Tür, ken selbst. Die Mönche im Allgemeinen, wie auch die Priester, sind von der niedrigsten Volksklaffe und ganz unwissend. Doch gibt eS unter den Mönchen wenigstens einige, die höher stehen in Bildung und namentlich ist zu nennen ein wahrhaft gelehrter und wissenschaftlich ge» bildeter Mann, PharmakidiS, welcher Secretär der Synode ist, und, wenn ich nicht irre, in Deutschland seine Studien gemacht hat. Dir griechische Geistlichkeit führt zahlreiche und zum Theil übertriebene, hochtrabende Titel. Ihre allgemeine Benennung ist aidioipog und alöofuwtcaog (ehrwürdig, ehrwürdigst); einzelne hochgestellte Glieder heißen: oeßaofH(iicefog ( Verehrungswürdigster ), nmoviwTterog, navtSQiaTtnog, navayiancctog und ayiog (Allerheiligster und Heiliger). Der berühmte griechische Schriftsteller KoraiS, der Ende deS vorigen Jahrhunderts und zu Anfang deS gegenwärtigen blühte, und der von der französischen Akademie unter Napoleon gekrönt worden, nennt solche Titel »unevangelisch», und schreibt an einer Stelle: »die Griechen wissen, daß diese hohen Titel un» bekannt waren zu den Zeiten eines BasiliuS, rineS Ehry« sostomuS, im goldenen Zeitalter der Kirche. Sie denken wohl daran, daß der allein und wirkliche navayuitmog, (Allerheiligste), EhristuS, dem rinredete, der ihn aya&og, gut, hieß (Matth. 16, 17.)... Die wahren Hirten tra» gen diese Titel mit Thränen und Gebet um einen evan« gelischern Zustand der Kirche». Solcher wahren Hirten gibt e< aber wenige.