Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 11 (11.1839)
- Date
- 1839-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Mahmud II. und seine Regierung zzz der angreiscndc Thcil sein, sondern nur zur Abwehr, wenn der Sultan den Kampf eröffne, das Schwert ziehen werde. Alö aber Hafis Pascha im nördlichen Syrien anfing sich auszubreiten und die wiederhergestclltc Herrschaft des Sultans proclamirte, ruckte Ibrahim auf seinen Gegner los, und er mußte es wohl thun, wenn er nicht zusehen wollte, wie ihm der Boden, sozusagen, unter den Füßen entweiche. Die Stellung des türkischen Heeres bei Nesbi/CVkrsibi) war gut gewählt, und durch die Mitwirkung preußischer Officiere so wohl befestigt, daß Ibrahim sich veranlaßt sah, von einem Angriffe auf die Fronte abzustchen. Er machte nun eine Seitenbewegung, welche seine Absicht ankündigte, das türkische Heer zu umgehen und es im Rücken zu fassen. Hafis Pascha konnte nun zweierlei thnn, entweder Ibrahim angreifen, während dieser durch die unternommene Schwenkung seine Flanke blosgab, oder sich zurückziehen in eine verschanzte Stellung, bei welcher jedes weitere Umgehen unmöglich war und also Ibrahim zu einen« Frontangriff gezwungen wurde? Hafis wagte nicht das erstere zu thun, weil ihm eine angriffsweise gelieferte Schlacht zu bedenklich erschien, zum andern Vorschläge wollte er sich aber, trotz der Vorstellungen der preußischen Officiere, auch nicht entschließen, weil er von einem auch noch so kurzen Rückzuge eine nachtheilige und gefährliche Wirkung fürchtete ans das Heer selbst nnd ans die benachbarten, zu seinen Gunsten gestimmten Syrer. Er wählte also ein Drittes, das unglücklichste was er wählen konnte, nämlich den Angriff Ibrahims abzuwarten, den dieser in seinem Rücken vorbereitete. Hierauf erklärten die Preußen, daß sie der Schlacht, »vie sie auch anSfalle, beiwohnen, aber nach derselben daS türkische Heer verlassen würden.