Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 11 (11.1839)
- Date
- 1839-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Mahmud II. und seine Regierung. zzg heiten zu legen. ES war aber schwer dieses Ziel zu erreichen, und zuletzt wnrdc die Erhaltung deS Friedens ganz unmöglich. In unserm civilisirtcn Europa haben wir eS in neuerer Zeit erlebt, daß Aufstände nach und nach selbst in den Augen derer, gegen die sie gerichtet waren, Vergebung gefunden haben, und Verhältnisse gegenseitiger Anerkennung den frühern Kämpfen gefolgt sind, aber ein Gleiches zwischen Mahmnd und Mchcmed Ali zu hoffen, hieß die Lage der Dinge in jenen Ländern wenig kennen. Hiezu kam, daß bei den eingetretenen Verwickelungen im innern Asien die Aufmerksamkeit Englands sich auf die Brücke richtete, welche Palästina und Aegypten zwischen dem Mittelmeere und den asiatischen Gewässern bilden. Die englischen Versuche mit Dampfschifffahrt auf dem Euphrat, die Besetzung des Hafens Aden am Eingänge des rothen MeereS, die Verhandlungen mit Mehcmed Ali wegen einer Eisenbahn zwischen dem Nil und dem rothen Meere sind bekannt. Der Vicekönig von Aegypten wurde immer bedenklicher gestimmt gegen die Engländer und mußte anfangen zu besorgen, daß er in ihren Augen ein Stein des Anstoßes sei, um so mehr, als er entschlossen ist, die Vortheile der Lage Aegyptens für den Handel mit Niemand zu thcilen. Er sah sich daher immer mehr für die endliche Lösung seiner Streitfrage mit'Mahmud auf die Entscheidung des Schwertes angewiesen. Im Sommer des Jahres 1838 schloß England einen Handelsvertrag mit der Pforte. ES schien alS habe letztre an jener Macht eine neue Stütze gefunden und als sollte ohne Krieg dem Sultan aufgeholfen werden. Die Pforte glaubte, dieser Vertrag gereiche ihr selbst zu großem Vortheil und er werde Mehemcd Ali's Handels»