Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 9 (9.1839)
- Date
- 1839-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4872516-5427199-5427252--0731-4873209- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Schreiben au« Griechenlank. »80 chische Charakter mit dem ftanzösischen in sehr Vielem überein, und eS sind auch die Franzosen hier die beliebteste Nation. Stand der Dinge im Morgenlande. Seit unserm letzten Berichte vom Anfang des vorigen Monats hat sich kein neues Ereigniß im Morgenlande zugetragen. Rur sind die drei Begebenheiten, welche damals bekannt waren: der Tod des Sultan, die Schlacht von Nisibi (Resbi*), und der Uebergang des Kapudan Pascha mit der türkischen Flotte zu Mehemed Ali, — seitdem in ihren Einzelnheiten bekannter, in ihren Folgen klarer, und bereits vor ganz Europa besprochen worden. Wir wollen auch jetzt uns darauf beschränken, das Erwiesene und Offenkundige mit unfern Lesern zu besprechen. — Ibrahim der Sieger hat sich, nach dem Willen seines Vaters, Mehemed Ali, damit begnügt, nur ein Weniges vorzurücken, wie er sagte, zu besserer Verpflegung seiner Truppen. Nur etwas Reiterei ist bis Koniah, wo er vor sieben Jahren gesiegt, vorgcgangen. Er steht ruhig und bedroht Kleinasien nicht weiter, obschon er allerdings nach einem Marsche von 10—14 Tagen Konstantinopel gegenüber erscheinen könnte. Daß er es bis jetzt nicht gethan hat, findet seine Ursache we- *) Auf Seite 250. Zeile fi, von unten, ist statt Nebst zu lesen Nesbi. — Die auf Seite249 in der Note erwähnte Unsicherheit des Datum in Betreff dieser Schlacht, hat sich dahin aufgelöst, daß dieselbe nach unserer Rechnung am 24. Juni ist geliefert worden. Die ägyptische Angabe des 25sten beruhte auf einer, durch die Eonfuflon der türkischen Zeitrechnung rrrqnlaßten Unrichtigkeit.