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Das Morgenland · 1839-07-01 · 7 (7.1839) · p. [Seite]

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Journal
Das Morgenland
Volume
2 (1839)
Issue
7 (7.1839)
Date
1839-07-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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210 Di« Zeit der Propheten. und zugleich als Volk GotteS unter unmittelbarer thevkratischcr Leitung stehen durch daS prophetische Wort, trat bald genug hervor, und um so stärker alS Saul eS nicht verstehen wollte, sein eigenes königliches Ansehen dem. göttlichen unterzuordnen, das durch Samuel zu ihm sprach. Er und sein HauS wurde verworfen, und mit seinem Nachfolger David beginnt das neue Königsgeschlccht, dem unvergängliche Dauer verheißen wurde. David erkannte und erfüllte den Beruf eines Königs Israels. Wenn in dem Ideale des theokratischen Regenten daS königliche Amt und die prophetische Würde unter ein Haupt sich vereinigen, so trat.bei Samuel der Prophet mehr hervor und das königliche Ansehen machte sich nur alS ein richterliches geltend, während in David die königliche Würde voransteht und die prophetische mehr in den Hintergrund tritt, denn in welchem Grade diese letztre Gabe, d. h. das Vermögen, Eingebungen des Geistes Gottes zu vernehmen und auszusprechen, auch ihm inwohnte, zeigen uns noch heute die von ihm verfaßten und in der heil. Schrift uns aufbewahrten Psalmen. Darum aber und weil er in seinem ganzen Leben vor Allem die Ehre Gottes und das Wohl seines Volkes suchte, auch zu diesem Zwecke das prophetische Wort auS dem Munde ihm nahe stehender Männer verehrte und befolgte, wurde er das Vorbild des vollkommenen und höchsten Propheten und Königes, dcS Messias, und alle Zeiten nach ihm blickten auf ihn zurück, als den Typus deS israelitischen Königs, und die Propheten bczeichneten den zu erwartenden Messias nicht blos der leiblichen Abstammung wegen alS »Sohn Davids», sondern auch darum, weil dieser in der Vollendung darstellen sollte, was David selbst nur im Vorbilde und in unvollkommener Andeutung gewesen war.

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