Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 6 (6.1839)
- Date
- 1839-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4872516-5427199-5427246--0633-4873114- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
18« Stand der Dinge im Morgenlande. Stand -er Dtnge im Morgenlande. Unter dieser Rubrik haben wir schon zweimalen zu unfern Lesern gesprochen. Im Juni des vorigen Jahres (1838, S. 24 ff.) legten wir in einem geschichtlichen Ueberblicke dar, wie die Dinge im Oriente gekommen und geworden find, und wie endlich die schlagfertigen Heere deS Sultans von Konstantinopel und des Ibrahim Pascha von Aegypten einander am Taurus fich gegenüber gestellt haben, ohne daß der Kn'cg deswegen ausgebrochen wäre, und näher noch gaben wir Auskunft über Mehmed Ali, Vicekönig von Aegypten, und seine Stellung zu der Pforte oder dem Sultan, in dem Hefte des folgenden Monats (S. 92 ff.). Darauf im November (S. 318 ff.) nahmen wir zum zweitenmale daö Wort über den Stand der Dinge im Morgenlande. Aber wir hatten zu sagen, die Angelegenheiten ständen noch immer auf dem gleichen Punkte und die Erwartungen aller Staatsmänner und derer, die es nicht sind, seien den ganzen Sommer (1838) hindurch getäuscht worden, und ein Zustand, der das Mark des Morgenlandes verzehre, ein Zustand der nicht dauern könne, dauere dennoch. Seitdem haben wir sieben volle Monate lang über die politischen Verhältnisse des Orients geschwiegen. Zwar verlautete zwischenein, daß die Unruhen, welche die Drusen gegen Ibrahim Pascha, den Sohn des Mehemed Ali, der seines Vaters Streitkräfte in Syrien befehligt, erregt hatten, noch immer nicht ganz beendigt seien und ein Feuer, das jeden Augenblick in Helle Flammen ausschlagen könne, fortwährend unter der Asche glimme. Da aber hierüber die zuverlässigen Nachrichten fehlte», »nd da überhaupt der räthselhaftc, gespannte Zustand fortdauerte, obne daß das gezuckte Schwert zum