Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 2 (1839)
- Issue
- 5 (5.1839)
- Date
- 1839-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
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Der Prophet Micha. »»I Xnegsroffe, der Streitwagen nicht mehr, sondern wohnt sicher und vertrauensvoll in offenen Weilern. Es bedarf nicht mehr, hinter Mauer und Wall, hinter Thor und Riegel einen trüglichen Schutz zu suchen gegen die blutige Gefahr, denn Er, der Herrscher der ganzen Welt, ist sein Friede und hat es unter seinen allmächtigen und unmittelbaren Schutz genommen. Soll aber das Volk in solchem nahm und wesentlichen Verhältnisse zu seinem Gott stehen könnm, so muß es ein heiliges sein. Zauberer und Zeichendeuter, Bilder und Götzen, alle geistliche Unlauterkeit und Unreinigkeit muß verschwinden, »md soll der HErr wohnen inmitten seines Volkes, so muß daS alte Gebot: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, — zur lebendigen Wirklichkeit werden. IV. Dieser Darstellung der Hauptgedanken, welche in der Schilderung deS Propheten Micha von der messianischen Zeit hervortteten, fügen wir noch einige Bemerkungen an in Beziehung auf die Utbereinstimmung, welche auch zwischen Micha und den übrigen Propheten sich findet, in Betreff der Lehre von dem MessiaS und seinem Reiche. Alle Propheten habm diese- Gemeinsame, daß sie auf eine künftige Zeit der Vollmdung Hinweisen, wo die Rathschlüffe GotteS reif geworden und in Erfüllung ge, tteten sind, und wo die Menschheit auf der langen Bahn der Zeitm und der Leidm zu einem herrlichen Ziele endlich gelangt ist. Sie stimmen dann überein, daß die Woblthat jener künftigen bessern Zeit alle Völker angeht und alle Geschlechter der Mmschen umfaßt, welche nicht feindsrlig'sich ihr entgegensetzen, was aber — denn die